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Untersuchung
Malaysischer Staatsfonds: Singapur prüft UBS

UBS-Logo: Bank gerät in den Blick der Behörden in Singapur. Keystone

Laut Insiderberichten nimmt Singapur die UBS und weitere Schweizer Banken in den Blick. Sie durchleuchtet den Umgang mit dem Skandalfonds 1MDB.

Veröffentlicht am 17.07.2016

Die Schweizer Grossbank UBS und weitere Geldhäuser stehen Insiderinformationen zufolge im Visier der Zentralbank von Singapur wegen des Verdachts auf Verstösse gegen Geldwäsche-Bestimmungen.

Es gehe um den Umgang mit Transaktionen des skandalgeschüttelten malaysischen Staatsfonds 1MDB, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Untersuchung könne zu Geldbussen und anderen Strafen führen, wenn Fehlverhalten entdeckt werde. Betroffen seien ferner Singapurs führende Bank DBS Group sowie die Schweizer Institute Falcon Private Bank und Coutts International. Alle genannten Parteien wollten sich nicht konkret dazu äussern.

Dubiose Transaktionen

Im Strudel des 1MDB-Skandals wurde zuletzt die Tessiner Bank BSI von den Schweizer Behörden geschlossen. Diese werfen dem Vermögensverwalter vor, eine der Drehscheiben für dubiose Transaktionen des Staatsfonds gewesen zu sein.

Gegen 1Malaysia Development Berhad (1MDB) laufen in mehreren Ländern Geldwäsche-Untersuchungen. Die Affäre ist politisch hochbrisant, denn der Aufsichtsrat von 1MDB wird von Malaysias Ministerpräsident Najib Razak geleitet. Dieser war vom heimischen Generalstaatsanwalt von Korruptionsvorwürfen freigesprochen worden. Ein parlamentarischer Ausschuss hatte im April regelwidrige Transaktionen des Staatsfonds von mindestens 4,2 Milliarden Dollar ausgemacht. Sowohl 1MDB als auch Najib haben ein Fehlverhalten bestritten.

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