1. Home
  2. Unternehmen
  3. MAN fordert Schadenersatz von Sulzer-Chef Stahlmann

Rechtsstreit
MAN fordert Schadenersatz von Sulzer-Chef Stahlmann

Sulzer-Chef Klaus Stahlmann: Er hat sich mit seinem Ex-Arbeitgeber geeinigt.   Keystone

Der deutsche Fahrzeugbauer fordert von Sulzer-Chef Klaus Stahlmann Schadensersatz in Millionenhöhe. Es geht dabei um eine Untersuchung wegen Bestechung, die MAN teuer zu stehen kam.

Von Stefan Barmettler
am 16.04.2014

Der Verwaltungsrat des deutschen Milliardenkonzerns MAN macht gegenüber seinem ehemaligen Vorstandsmitglied Klaus Stahlmann Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe geltend. Dies berichtet die «Handelszeitung». Auslöser der Forderung ist eine Untersuchung wegen Bestechung durch die Münchner Staatsanwaltschaft im Jahr 2009. Stahlmann räumte 2011 seinen Posten in der Konzernleitung, nachdem auch er als Beschuldigter ins Visier der Justiz gerückt war. Er war damals für den MAN-Bereich Diesel & Turbo zuständig.

MAN beziffert den Schaden aus der Untersuchung wegen Bestechung auf 250 Millionen Euro, darunter eine Busse über 150 Millionen Euro. Dafür fordert der Konzern bei einem Dutzend ehemaliger Führungskräften – darunter Stahlmann – einen so genannten Eigenbeitrag in Millionenhöhe. Genannt wird eine Forderung je Kader «von maximal 1,25 Millionen Euro.»

Sulzer-Chef hat Vereinbarung erzielt

Der Sulzer-Chef hat sich mit dem früheren Arbeitgeber bereits geeinigt, wie Sulzer-Sprecherin Verena Gölkel sagt: «Ja, Herr Stahlmann hat eine Vereinbarung erzielt.» Wie hoch in seinem Fall der Eigenbeitrag ist, bleibt ein Geheimnis. Modalitäten und Höhe unterlägen der Vertraulichkeit, sagt Gölkel weiter.

Mit einer Zahlung von 275 000 Euro an die Bayrische Justiz erwirkte Stahlmann 2012 eine Einstellung des Verfahrens gegen ihn. Sie ebnete ihm den Weg zum Sulzer-Chefposten in Winterthur.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

 

Anzeige