Der Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Post, Urs Schwaller, beklagt in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag», dass mit der Postauto-Affäre der gesamte Konzern in Geiselhaft genommen werde. «Dabei ist sie ein Unternehmen, das mehr als gut aufgestellt ist. Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Leistungen unserer Post enorm».

Auch die Suche nach einer neuen Postchefin oder einem neuen Postchef schwierig gestalte, so Schwaller. «Viele Interessenten fragen sich, ob sie diesen medialen und politischen Druck aushalten wollen», erklärt der Post-Präsident.

Nicht mehr als 1 Million

Ein weiteres Thema sei die Höhe des Lohnes. Die Vorgabe des Bundes liege bei höchstens 1 Million Franken pro Jahr. In dem Interview forderte Schwaller zudem, das Thema der Dividendenzahlungen an den Bund neu zu diskutieren. Und ausserdem will er eine Überprüfung der Finanzziele, die der Bund der Post vorgibt.