Grossinvestor Carl Icahn ist beim US-Autovermieter Hertz eingestiegen und könnte damit Einfluss auf dessen Geschäft nehmen. Der Milliardär, der unter anderem auch an ebay, Apple und der Discounter-Kette Family Dollar beteiligt ist, sicherte sich 8,5 Prozent an Hertz Global Holdings, wie er am Mittwoch bekanntgab. Für 38,8 Millionen Aktien zahlte er demnach 470,5 Millionen Dollar. Icahn erklärte, er strebe möglicherweise einen Aufsichtsratsposten an.

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Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Milliardär kauft immer wieder Anteile von Firmen und setzt das Management anschliessend unter Druck. So versuchte Icahn beispielsweise, das Management des Online-Händlers ebay dazu zu bewegen, den lukrativen Bezahldienst Paypal zu verkaufen, um das Geld dann an die Aktionäre auszuschütten. Auch bei Apple drängte er zuletzt auf Sonderauszahlungen für die Anteilseigner.

Kein leichter Stand

Vergangenes Jahr hatte Hertz eine Reihe von Abwehrmassnahmen festgesetzt, um zu verhindern, dass ein einziger Aktionär Kontrolle über den Konzern erlangen kann. Am Mittwoch erklärte das Unternehmen, es begrüsse den Dialog mit seinen Aktionären, zudem seien Kontrollen und Abläufe verbessert worden.

Hertz hat derzeit keinen leichten Stand. Wegen verschiedener operativer Probleme und Kosten für Bilanzkorrekturen der vergangenen drei Jahre kappte der US-Autovermieter seine Gewinnziele für das laufende Jahr. Dabei musste Hertz auch dem Rückruf zahlreicher Autos Tribut zollen, weil dadurch die Flotte in den USA begrenzt war. 

(reuters/dbe)