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Konflikt
Managerlöhne: Arbeiter von Bombardier streiken

Demonstration in Berlin: Wut über Stellenabbau im grossen Stil. Keystone

Das kanadische Unternehmen Bombardier baut Tausende Stellen ab und will zugleich den Top-Managern 50 Prozent mehr Geld zahlen. Dagegen wehren sich die Angestellten.

Veröffentlicht am 03.04.2017

Hunderte Menschen haben vor dem Sitz des kanadischen Flugzeug- und Zugherstellers Bombardier gegen eine deutliche Anhebung der Gehälter für die Geschäftsleitung protestiert. «Schande für Bombardier», skandierten die Demonstranten am Sonntag vor dem Unternehmenssitz in Montréal.

Auch die Regierung in Québec appellierte an Bombardier, «die Entscheidung zu überdenke», die Vergütung der Spitzenetage um 50 Prozent auf 40 Millionen kanadische Dollar (30 Millionen Franken) anzuheben.

Heftige Kritik wegen Stellenabbau

Die Lohnerhöhung für die Top-Manager sorgt auch in der Politik für heftige Kritik, da das Unternehmen zur Bewältigung finanzieller Schwierigkeiten öffentliche Gelder in Höhe von 1,7 Milliarden kanadische Dollar erhalten hat. Seit 2013 strich das Unternehmen 15'000 Stellen. Auch in Berlin demonstrierten vergangene Bombardier-Mitarbeiter gegen den Stellenabbau.

Konzernchef Pierre Beaudoin hatte am Freitagabend bereits seinen Verzicht auf die Erhöhung erklärt und sich dafür ausgesprochen, seine Vergütung für das Jahr 2016 auf den Stand des Vorjahres festzulegen. Die fünf anderen Geschäftsleitungsmitglieder äusserten sich jedoch bislang nicht.

Bombardier verteidigte die Lohnerhöhung am Samstag noch. Die Vergütungspolitik des Unternehmens sei «gesund« und nötig, um «die besten Talente« zu gewinnen.

(sda/me)

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