Der für sein aggressives Geschäftsgebaren bekannte Finanzinvestor Carl Icahn hat sich als grösster Aktionär beim schwächelnden US-Discounter Family Dollar eingekauft. Icahn kündigte umgehend an, mit dem Management über strategische Alternativen zu sprechen. Denkbar sei etwa eine Fusion mit dem Rivalen Dollar General, sagte er dem Sender FOX Business. Auch werde er möglicherweise einen Sitz im Direktorium beanspruchen.

Mit 9,4 Prozent ist Icahns Anteil nun grösser als der von Konzernchef Howard Levine, der auf 8,2 Prozent kommt. Family Dollar machen sinkenden Umsätze zu schaffen und setzt deswegen auf einen Sparkurs. Im April kündigte das Unternehmen an, 370 Filialen zu schliessen und seine Expansionspläne herunterzufahren.

Aktien legen zu

An der Wall Street kam Icahns Vorgehen gut an: Die Aktie von Family Dollar legte nachbörslich zehn Prozent zu. Icahn kauft immer wieder Anteile von Firmen und setzt das Management dann unter Druck. Häufig fordert er aktionärsfreundliche Massnahmen. Bei Apple setzte er sich erfolgreich dafür ein, die Anteilseigner stärker an den riesigen Barmitteln des iPhone-Konzerns zu beteiligen. Bei eBay scheiterte er kürzlich mit seiner Forderung, den Bezahldienst PayPal zu verkaufen oder an die Börse zu bringen.

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(reuters/dbe)