Eigentlich sucht die Kleiderkette Mango in der Schweiz weitere Standorte, konkret in Genf, St. Gallen und Luzern. Derzeit betreibt die Kette hierzulande rund ein Dutzend Standorte und setzt gut 25 Mio Fr. um.

Doch ob die Expansion von Mango in der Schweiz weitergeht, steht in den Sternen. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit der Kleiderkette Schild steht Mango ohne Kooperation in der Deutschschweiz da. Schild war für die Suche nach neuen Filialen zuständig. Nun ist Mango auf der Suche nach einem neuen Partner, bisher vergeblich.

Rentabilität stimmte nie

Mango-Sprecherin Georgina Pratginestos bestätigt gegenüber der «Handelszeitung», dass man noch nicht fündig geworden ist. Und sie erklärt: «Wir prüfen derzeit eine weitere Zusammenarbeit mit Schild als regionalem Partner. Dies könnte sehr viel Sinn machen.» Wie das konkret aussehen könnte, präzisiert Stefan Portmann, geschäftsführender Partner von Schild: «Aufgrund der nationalen Präsenz und der langjährigen Zusammenarbeit sind Schild und Mango zurzeit im Gespräch über eine Zusammenarbeit, in welcher Mango die Aufgabe eines Markenlieferanten mit Flächenbewirtschaftung in gewissen Schild-Filialen übernehmen würde. Konkret können diese Flächen von rund 40 m2 bis zu ganzen Etagen von 120 m2 reichen.»

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Dass sich Mango wieder um seinen Ex-Partner bemüht, kommt nicht von ungefähr. Um eine Zusammenarbeit reisst sich nämlich niemand, denn die Zahlen von Mango in der Schweiz stimmten nie. Thomas Herbert von Schild bestätigt: «Mit den Umsätzen der Mango Stores war Schild durchaus zufrieden, nicht jedoch mit deren Rentabilität. Dies vor allem aufgrund der Marktsituation in der Schweiz mit sehr hohen Personalkosten und durch die 1A-Lagen auch extrem hohen Mieten.» Infolge dieser Rahmenbedingungen könnten nicht zwei Parteien Erträge generieren.

Die harzige Entwicklung in der Schweiz sind die erfolgsverwöhnten Mango-Leute nicht gewohnt. Mango setzt weltweit rund 1,3 Mrd Euro um. Das Label, das auch Männermode verkauft, betreibt mehr als 1200 Shops in 90 Ländern.