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Detailhandel
Manor-Chef: «2015 wird ein schwieriges Jahr»

Manor: Der Warenhauskonzern hat weniger Kunden im 2015. Keystone

Bertrand Jungo steht an der Spitze des Manor-Konzerns – und er räumt ein, dass sich die Lage verschlechtert hat. Der Umsatz sinkt in den ersten Monaten, weniger Kunden finden den Weg in die Filialen.

Veröffentlicht am 03.07.2015

Der Warenhauskonzern Manor hat in den ersten fünf Monaten des Jahres laut Manor-Chef Bertrand Jungo in einem insgesamt schrumpfenden Detailhandelsmarkt einen weiteren Umsatzrückgang hinnehmen müssen.

«Aber ganz wichtig ist für uns, dass wir bis Ende Mai Marktanteile gewonnen haben», sagte Jungo in einem Interview mit der Basler Zeitung vom Freitag. Über dem Markt entwickelt habe sich der Nonfood-Bereich, besonders der Textilbereich.

Schwieriges Jahr

Die Kundenfrequenzen in den Manor-Warenhäusern hätten sich seit Anfang Jahr verschlechtert, räumte Jungo ein. «2015 wird für den ganzen Detailhandel ein schwieriges Jahr.» Allerdings habe man das bei Manor kommen sehen: «Zum Einkaufstourismus und den Online-Einkäufen im Ausland kam noch die Währungsverschiebung dazu.»

Mit den Lieferanten habe Manor seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses «Euro-Rabatt-Verhandlungen» geführt und dabei die Preise von 10'000 Artikeln senken können - etwa in dem Rahmen, wie der Euro gesunken sei.

100 Personen auf der Strasse

Als Folge des im März bekanntgewordenen Entscheids zum Abbau von bis zu 150 Stellen in der Manor-Zentrale in Basel hätten letztlich rund 100 Personen ihre Stelle verloren, sagte Jungo weiter. Zudem sei es zu rund 30 internen Umplatzierungen und zu neun vorzeitigen Pensionierungen gekommen. «Vom Menschlichen her» sei dies der schwierigste Entscheid, den er im Unternehmen bisher getroffen habe, stellte Jungo fest.

(sda/ise)

 

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