Der Warenhausbetreiber Manor ist gut ins Weihnachtsgeschäft gestartet. «An den ersten Sonntagsverkäufen waren die Umsätze leicht höher als im Vorjahr», sagt Manor-Chef Bertrand Jungo in einem Interview mit der «Handelszeitung».

Für das ganze Jahr 2012 rechnet Jungo mit einer Stabilisierung. «Wir erwarten, auf dem Niveau des Vorjahres abzuschliessen.» Auch dieses Jahr habe Manor den Einkaufstourismus zu spüren bekommen.

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Die in der Sonntagspresse erwähnten Umsatzrückgänge von über zwei Prozent will Jungo so nicht gelten lassen. «Diese Zahlen betreffen nur den Food- und Near-Food-Bereich, also etwa Lebensmittel, Duschmittel und Putzmittel. Bei Manor machen solche Produkte aber nur ein Viertel des Geschäfts aus. Deshalb sind diese Zahlen für uns fast bedeutungslos», sagt er.

Jungo sieht den Detailhandel nicht in einer Krise, aber vor neuen Realitäten. Er nennt zum Beispiel das Ausmass des Einkaufstourismus auch bei Non-Food. «Der zweite neue Aspekt ist der stetig steigende Anteil des Online-Handels am gesamten Detailhandelsumsatz.» Und die dritte neue Realität sei die exorbitante Steigerung der Verkaufsflächen. «Und das alles in einemMarkt, der wertmässig stagniert», sagt er.

Für Jungo ist deshalb klar, dass Manor nicht durch Flächenexpansion wachsen will. «Man muss vielmehr schauen, wie man mehr Wert auf der bestehenden Fläche generiert.» Die Flächenproduktivität will der Manor-Chef mit einer neuen Strategie steigern. «Wir konzentrieren uns. Einige Abteilungen verkleinern wir, um andere zu vergrössern. Für jeden Standort definieren wir, welche Sortimente wie geführt werden sollen.»

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