Der Nahrungsmittelhersteller Orior hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2014 einen Umsatz von 253,1 Millionen Franken erzielt, entsprechend einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda sank derweil um 3,7 Prozent auf 22,3 Millionen, wobei die entsprechende Marge 8,8 Prozent nach 9,3 Prozent im Vorjahr betrug. Unter dem Strich resultierte ein um 5,4 Prozent tieferer Reingewinn von 10,6 Millionen Franken.

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Grund für das tiefere Ergebnis seien die Rohstoffpreise, die sich teilweise auf historisch hohem Niveau bewegten. Trotz «striktem Kostenmanagement» habe man diesen Einfluss nicht vollständig wettmachen können, teilte die in den Bereichen Frisch-Convenience-Food und Fleischveredelung tätige Gesellschaft am Donnerstag mit.

Umsatz leicht über den Erwartungen

Die vorgelegten Zahlen liegen bezüglich Umsatz leicht über, beim Ebitda aber etwas unter den Erwartungen. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Umsatz von 250,9 Millionen und einen Ebitda von 23,5 Millionen Franken geschätzt.

Das Segment Refinement steigerte den Umsatz auf 154,3 von 150,1 Millionen Franken. Wachstumsmotoren waren den Angaben zufolge Rapelli und Möfag, während Spiess «leicht unter den Erwartungen» blieb. Die hohen Fleischpreise hätten das Resultat negativ beeinflusst, heisst es. Die Ebitda-Marge sank deshalb auf 6,0Prozent von 7,5Prozent im Vorjahr.

Vegetarische Spezialitäten sind Wachstumstreiber

Auch im Segment Convenience sei das Resultat von den Rohstoffpreisen beeinflusst worden; es konnte aber dennoch verbessert werden. Der Umsatz stieg auf 99,1 Millionen von 94,3 Millionen Franken, und der Ebitda liegt mit 14,4 Millionen über Vorjahr (13,8 Millionen). Wachstumstreiber waren laut Orior insbesondere die vegetarischen Spezialitäten sowie das im Vorjahr eingeführte gluten- und laktosefreie Pasta-Sortiment. Im Mai 2014 akquirierte Orior ausserdem die auf Bio-Tofu spezialisierte Noppa AG in Rüti/ZH.

Eine Entspannung wird auf den für das Unternehmen wichtigen Rohstoffmärkten für Spätherbst 2014 erwartet. Zusammen mit dem Umsatzwachstum und den neu lancierten Produkten stimme dies zuversichtlich im Hinblick auf die zweite Jahreshälfte, heisst es.

Steigende Umsätze erwartet

Orior erwartet im zweiten Semester weiterhin anziehende Umsätze. Die Entwicklung der Bruttomarge sollte sich leicht erholen, heisst es weiter. Der Bau des neuen Kommissionier-Centers bei Rapelli sei abgeschlossen, wobei erste positive Auswirkungen dieser Investition ab Herbst 2014 zu erwarten seien.

(sda/moh)