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EU-Parlament
Mark Zuckerbergs Aussage wird live übertragen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
Facebook-Chef: Zuckerberg Anhörung in Brüssel wird live im Internet zu sehen sein.Quelle: NurPhoto/Getty Images

Live-Übertragung im Internet: Im Cambridge-Analytica-Skandal sagt der Facebook-Chef am Dienstag vor dem Europäischen Parlament aus.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Mark Zuckerbergs Aussage vor dem Europäischen Parlament am Dienstag zum Cambridge-Analytica-Skandal wird live im Internet übertragen. Zuckerberg stimmte dem Webfeed nach Gesprächen mit EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani zu. Das für den späten Nachmittag in Brüssel geplante Treffen sollte ursprünglich hinter verschlossenen Türen stattfinden.

«Große Neuigkeiten für EU-Bürger», sagte Tajani in einem Twitter-Post. «Ich danke ihm für den Respekt, den er dem Parlament entgegenbringt.” Zuckerberg soll erklären, wie Facebook-Daten von bis zu 2,7 Millionen Europäern an Cambridge Analytica weitergegeben werden konnten.

Das britische Beratungsunternehmen soll die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern und ihren Freunden für die US-Präsidentschaftskampagne von Donald Trump gesammelt haben.

Die Enthüllung wurde in der Datenschutzkreisen als «Game Changer» bezeichnet, da die Aufsichtsbehörden versuchen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie man Informationen sichert.

Zuckerberg freut sich auf das Treffen

Das Unternehmen verkündete in einer Erklärung, dass Zuckerberg «sich auf das Treffen freut und, dass es live übertragen wird». Die Entscheidung, Zuckerberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu befragen, wurde von EU-Politikern darunter EU-Justizkommissarin Vera Jourova, die für die neuen europäischen Datenschutzbestimmungen zuständig ist, heftig kritisiert.

«Die EU-Bürger sind von dem jüngsten Skandal am meisten betroffen und verdienen es, die Wahrheit zu hören», sagte Guy Verhofstadt, ein belgischer EU-Abgeordneter und Vorsitzender der ALDE-Fraktion.

Die Aussage des 34-jährigen Zuckerberg vor dem US-Kongress im April wurde live übertragen und sowohl von den Medien und als auch von Verfechtern strengerer Datenschutzmassnahmen verfolgt.

( bloomberg/mlo)

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