Der Markenwert entwickelt sich manchmal auf eine absurde Art und Weise. Da sieht sich ein Unternehmen auf Erfolgskurs, der Börsenwert steigt – und trotzdem verliert eine Marke an Wert. Die Experten der Agentur «The Brand Ticker» haben untersucht, welche Schweizer Unternehmen am meisten an Markenwert gewonnen und verloren haben. 

Ein Negativbeispiel ist das Klebstoffunternehmen Sika. Durch ein ungeschicktes Vorgehen der Erben hat das Familienunternehmen an Ansehen verloren. Die Besitzer stritten jegliche Verkaufsabsichten ab, um im Dezember überraschend die Veräusserung des Unternehmens an den französischen Industriekonzern Saint-Gobain einzuleiten. Die daraus entstehende Turbulenz reduziert den Markenwert um 15 Prozent auf eine Milliarde Franken.

China belastet Markenwert von Uhren

Überraschend ist dagegen der Markenwertrückgang von Schweizer Luxusmarken. Obwohl sich die Uhren der Swatch-Gruppe hoher Beliebtheit etwa erfreuen, sinkt ihr Markenwert durchschnittlich um 22 Prozent.

Nach den starken vergangenen vier Jahren pendelt sich der Uhrenabsatz zwar wieder ein. Der nachlassende Umsatz in China belastet aber laut «The Brand Ticker» auch den Markenwert von Uhren, besonders im mittlereren und oberen Segment.

Pharmaindustrie mit Imagegewinn

Anders dagegen sieht es bei Schweizer Pharmaunternehmen aus: Sie konnten im Jahr 2014 besonders deutlich an Ansehen gewinnen. Durch verschiedene Medikamentenzulassungen steigeren Novartis und Roche ihren Markenwert um 6,4 Milliarden Franken (siehe Bildergalerie).

Erfahren Sie die aktuellen Markenwerte und die Entwicklung der wichtigsten Marken in der Schweiz, in Europa und in der Welt - auf der Übersichtsseite der Brandindizes von «Handelszeitung» und The Brand Ticker.

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