Die Verkäufe von leichten und schweren Nutzfahrzeugen in der Schweiz entwickelten sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres erfreulich. Das Wachstum liegt mit knapp 12% noch über demjenigen des europäischen Marktes. In der Kategorie bis 3,5 t Gesamtgewicht konnten, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle Anbieter ihre Immatrikulationen steigern. Allerdings liegen bei Renault, Mercedes-Benz und Toyota die Zuwachsraten unter derjenigen des Gesamtmarktes. Kräftig steigern konnten bis Ende September insbesondere Ford (+37%), Fiat (+36%) sowie Opel (+19%) ihre Verkäufe. Rückschläge mussten dagegen die koreanischen Marken Hyundai und Kia in Kauf nehmen. In den beiden obersten Gewichtsklassen (2,6–3,45 t bzw. 3,45–3,5 t) resultierte eine deutliche Zunahme von über 2000 Fahrzeugen.

Auf und Ab bei den Schweren

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten knapp 3200 schwere Nutzfahrzeuge ab 3,5 t Gesamtgewicht neu in Verkehr gesetzt. Von diesem Aufwärtstrend profitierten die verschiedenen Anbieter allerdings recht unterschiedlich. So etwa konnten Volvo Trucks gleich um 63%, Renault Trucks um 47% und Iveco um 39% zulegen. Die übrigen Marken wie etwa Scania (+5%) oder DAF Trucks (+6%) weisen eher bescheidene Zuwachsraten aus. Marktleader Mercedes-Benz musste gar einen Rückgang der Neuwagenverkäufe von rund 7% in Kauf nehmen.
Für diese unterschiedlichen Veränderungsraten bei den Immatrikulationen gibt es Gründe. Zum einen wartet die Kundschaft auf neue Modelle und hält zurück beim Kauf, anderseits können aber auch Lieferengpässe bei den Herstellern zu zeitweise rückläufigen Absatzzahlen führen.
Gesamthaft betrachtet können die Nutzfahrzeugimporteure und ihre Händler mit der Marktentwicklung in der Schweiz zufrieden sein. Angesichts der Auftragsbestände gibt es auch keinen Anlass zu Pessimismusfür das kommende Jahr.