Die Fluggesellschaft Helvetic Airways hat am Mittwoch Journalisten ihren neuen Flieger am Flughafen Zürich präsentiert - ein Flieger vom Typ Embraer 190-E2. Der Hersteller hatte dazu eine Maschine nach Zürich gebracht, die noch nicht die Lackierung von Helvetic, sondern eine Bemalung in «Shark»-Optik trägt. Embraer bezeichnet den Flieger als «Profit-Hunter». Mit dabei war nicht nur Helvetic-CEO Tobias Pogorevc, sondern auch Investor Martin Ebner. Auf einem kurzen Rundflug mit den Journalisten über die Alpen konnten sie das neue Fluggerät testen. Bei Helvetic wird der Flieger in einer Konfiguration mit zwei Zweierreihen unterwegs sein. Es gibt also keine Mittelsitze.

Die Airline bestätigte zuvor die Bestellung von zwölf Jets des Embraer-Typs, die Absichtserklärung dazu war bereits bei der Luftfahrtshow in Farnborough im Juli verkündet worden. Laut Helvetic hat die Bestellung einen Wert in Höhe von 730 Millionen US-Dollar. Die ersten zwölf Flieger sollen zwischen Sommer 2019 und Frühling 2021 die bisherigen fünf Fokker 100 und sieben Embraer vom Typ E-190 bei Helvetic ersetzen. Derweil gibt es die Option für weitere zwölf Flieger vom Typ E190-E2.

Leiser und effizienter

Die Airline des Investors Martin Ebner verspricht sich davon, einen effizienteren und leiseren Flugzeugtyp einzusetzen. Weiterer Vorteil: Die Umschulung der Helvetic-Piloten auf den neuen Flugzeugtyp soll nur zweieinhalb Tagen dauern.

Helvetic hat insgesamt zwölf Flugzeuge, die zum Teil exklusiv für die Swiss und die Lufthansa im Einsatz sind. Ausserdem betreibt Helvetic eigene Linienflüge sowie einen Charterdienst, zum Beispiel, wenn Firmen einen Jet mieten möchten. (Ein ausführliches Interview mit dem Helvetic-Chef zum Geschäftsmodell lesen Sie hier.)

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Der Flugzeughersteller aus Brasilien, Embraer, ist dabei, die Mehrheit seiner Verkehrsflugzeugsparte an den US-Konzern Boeing zu verkaufen. Boeing und der europäische Hersteller Airbus konkurrieren im Segment der Mittel- und Kurzstreckenflieger, wobei Airbus sich kürzlich das CSeries-Programm des kanadischen Herstellers Bombardier einverleibt hatte. Die Folge war, dass die CSeries-Flieger, die weltweit als erstes bei der Swiss zum Einsatz kamen, mittlerweile in Airbus A220 umbenannt wurden.