Der Maschinen- und Montageanlagen-Hersteller Mikron rechnet für das Geschäftsjahr 2014 mit einem positiven, aber im Vergleich zum Vorjahr tieferen Betriebsgewinn (EBIT). Dieser war bereits 2013 um mehr als die Hälfte auf 5,2 Millionen Franken zurückgegangen.

Beim Umsatz wird jedoch unverändert eine leichte Steigerung erwartet, wie die Gruppe am Freitag mitteilte. Im Juli hatte das Unternehmen mit einer höheren EBIT-Marge noch eine Verbesserung des Verhältnis zwischen Umsatz und Betriebsgewinn in Aussicht gestellt.

Guter Auftragsbestand aus den USA

Das Unternehmen erklärte die korrigierten Erwartungen damit, dass die Mikron Gruppe im dritten Quartal die allgemeine Zurückhaltung in den globalen Investitionsgütermärkten zu spüren bekommen habe. Zwar ist frühere Sorgenkind, das Automationsgeschäft, laut Mikron «angemessen» ausgelastet.

Wie schon in der ersten Jahreshälfte verfüge dieses dank einer guten Nachfrage nach Montagesystemen insbesondere aus den USA über einen guten Auftragsbestand. Das Geschäft mit Rundtakttransfermaschinen in der Sparte Mikron Machining habe dagegen einen «ausgeprägten» Bestellungsrückgang von Grossprojekten verzeichnet. Dies habe insbesondere im Tessiner Werk Agno zu einer ungenügenden Auslastung geführt.

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Unsichere Entwicklung belastet

In den ersten neuen Monaten des Jahres verbuchte die Mikron Gruppe, die neben den zwei Hauptstandorten im Tessin und im Neuenburger Boudry auch im Ausland produziert, eine Erhöhung des Bestellungseingangs von 186,4 Millionen Franken in der Vorjahresperiode auf 194,2 Millionen Franken. Der Umsatz sank leicht von 178,3 Millionen Franken auf 177,2 Millionen Franken.

Die unsichere Entwicklung in den verschiedenen Absatzmärkten werde die Auslastung in den einzelnen Werken und damit die Profitabilität von Mikron weiterhin stark beeinflussen, hielt die Gruppe fest.

(sda/me/ama)