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Justiz
Maschmeyer-Klage tritt Grossrazzia los

Investor Carsten Maschmeyer verklagt die Privatbank Sarasin auf Millionen. Im Zuge der Ermittlungen wurden jetzt Büros und Wohnungen in zehn Ländern Europas untersucht.

Veröffentlicht am 16.10.2014

Die Staatsanwaltschaft Köln hat am Dienstag in zehn Ländern Europas Büros und Wohnungen durchsucht. Beteiligt waren 114 Ermittler. Auslöser war die Klage von Grossinvestor Carsten Maschmeyer gegen die Privatbank J. Safra Sarasin, wie «Blick.ch» berichtet.

AWD-Mitgegründer Maschmeyer hat im April gegen die Privatbank J. Safra Sarasin Klage eingereicht, weil er sich falsch beraten fühlte. Der 55-Jährige will deswegen 20 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Gleichzeitig mit Maschmeyer klagt der deutsche Drogeriekönig Erwin Müller.

Deals nutzten Gesetzeslücke

In der Sache geht es um sogenannte Cum-Ex-Geschäfte. Diese Deals nutzten eine deutsche Gesetzeslücke: Für Aktien, die am Stichtag für Dividenden gehandelt werden, wird die Kapitalertragssteuer zweimal zurückerstattet, obwohl der Anleger sie nur einmal gezahlt hat. Mittlerweile sind Cum-Ex-Geschäfte verboten.

Die Ermittlungen im Falle Maschmeyer gegen Sarasin dauern an. Ob es bei den aktuellen Razzien auch zu Durchsuchungen in der Schweiz kam, ist laut «Blick.ch» nicht bekannt.

(me)

 

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