Die Lage beim finanziell angeschlagenen ostdeutschen Fahrradhersteller Mifa spitzt sich zu. Wie die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (Mifa) mitteilte, ist ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals aufgelaufen. Das Eigenkapital im Halbjahresabschluss zum 30. Juni werde nach derzeitiger Einschätzung negativ sein.

Der Vorstand werde aus diesem Grund unverzüglich eine Hauptversammlung einberufen. Im vorbörslichen Handel verloren die Mifa-Papiere 31 Prozent an Wert.

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Kampf gegen die Asiaten

Mifa kämpft seit Längerem wegen der asiatischen Billigkonkurrenz ums Überleben. Erst im August hatte der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller bekanntgegeben, das der indische Branchenriese Hero Cycles mit mindestens 15 Millionen Euro bei dem Unternehmen einsteigt.

Zugleich sollte Mifa, die vor allem grosse Handelsketten wie Aldi mit günstigen Rädern beliefert, entschuldet werden. Im Zuge eines Kapitalschnitts sollten die bisherigen Anteilseigner weichen, darunter der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, der bisher 28 Prozent hält.

(reuters/dbe/chb)