2,9 Millionen Euro, dafür keine Ermittlungen: Mit der Zahlung einer Geldauflage bleibt AWD-Gründer Carsten Maschmeyer laut Bericht der «Wirtschaftswoche» ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover erspart.

Maschmeyer hatte 2008 zum Zeitpunkt des Einstiegs beim AWD-Konkurrenten MLP ein MLP-Aktienpaket besessen, dies aber nicht gemeldet. Es hätte der Verdacht eines Verstosses gegen das Wertpapierhandelsgesetz bestanden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover.

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Ermittlungen bereits Anfang des Jahres eingestellt

Ins Rollen gebracht hatte den Fall die Finanzaufsicht Bafin. Die Ermittlungen gegen Maschmeyer seien laut Bericht bereits im Januar mit der Zahlung von 2,9 Millionen Euro – teilweise an eine wohltätige Organisation – eingestellt worden.

Maschmeyer erklärte, dass die Staatsanwaltschaft «eine Geldauflage vorgeschlagen» habe, da es nicht danach ausgesehen habe, dass sich der Anfangsverdacht in einem Verfahren erhärtet hätte. In den Augen des AWD-Gründers handle es daher weder um eine Strafzahlung noch um ein Schuldeingeständnis.

(vst)