Die Beschäftigten beim chinesischen Adidas -Schuhlieferanten Yue Yuen Industrial nehmen ihre Arbeit trotz Zugeständnissen des Managements vorerst nicht wieder auf. Die Arbeiter kämpfen weiter für höhere Sozialbeiträge des Unternehmens.

Ein Beschäftigter des Werks in der südchinesischen Provinz Guangdong sagte am Montag, der Ausstand werde fortgesetzt. Auch in einer Fertigungsstätte der Nachbarprovinz Jiangxi sollte die Arbeit erneut ruhen, wie die in den USA ansässige Arbeiterorganisation China Labour Watch mitteilte.

Auf dem Werksgelände sind 40´000 Mitarbeitende

Arbeitnehmervertretern zufolge handelt es sich um den grössten Streik in China seit geraumer Zeit. Auf dem riesigen Werksgelände in Guangdong befanden sich nach Firmenangaben vergangene Woche rund 40.000 Beschäftigte. Arbeiter sagten, die komplette Belegschaft beteilige sich an dem Ausstand. In Jiangxi begann der Steik später. Dort beteiligen sich laut China Labour Watch seit Freitag mehr als 2000 Arbeiter an dem Protest.

Yue Yuen stellt unter anderem Adidas- und Nike-Schuhe her. Dem Konzern wird vorgehalten, über Jahre zu wenig Geld in Sozialfonds und für Wohnzuschüsse eingezahlt zu haben. Mehrere Tage nach Beginn der Arbeitsniederlegungen kündigte die Führung Verbesserungen an, konnte die Beschäftigten damit aber nicht besänftigen. Politiker riefen das Unternehmen dazu auf, den Forderungen im Rahmen der geltenden Gesetze nachzukommen.

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Vor einer Woche hatte Adidas erklärt, wegen des Streiks komme es nicht zu Lieferengpässen.

(sda/moh)