Der Maschinenhersteller Komax hat im Geschäftsjahr 2012 ein um 70 Prozent geringeres Betriebsergebnis auf Stufe Ebit von 14,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Er wurde von Restrukturierungskosten in Höhe von 1,7 Millionen Franken sowie Rückstellungen und Wertberichtigungen von 4,8 Millionen Franken belastet. Der Reingewinn sank um 75 Prozent auf 10,0 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte.

Dividende halbiert

Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer Dividende von 2 Franken je Titel (VJ 4 CHF) vor, die aus der Kapitaleinlagereserve bezahlt werden soll.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Komax die Erwartungen der Analysten verfehlt. Diese hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Ebit von 18,1 Millionen Franken sowie einen Reingewinn von 14,1 Millionen Franken prognostiziert.

Bereits Mitte Januar hatte der Maschinenhersteller die provisorischen Zahlen zum Umsatz und Auftragseingang mitgeteilt. Bei den definitiven Zahlen fiel der Umsatz um 22 Prozent auf 288,2 Millionen Franken und der Auftragseingang um 24 Prozent auf 287,9 Millionen Franken.

Akquisition

Das Geschäftsjahr sei durch eine äusserst erfreuliche Dynamik von Komax Wire gekennzeichnet gewesen. Hier sei die bereits gute Marktstellung durch zwei Akquisitionen weiter ausgebaut worden, heisst es. Auf der anderen Seite verzeichneten Komax Solar und Komax Medtech marktbedingt deutliche Umsatzrückgänge, welche tiefgreifende Massnahmen erforderten.

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Für das Jahr 2013 rechnet das Management aus heutiger Sicht mit einem deutlich besseren Ergebnis. Der makroökonomische Ausblick sei jedoch unverändert unsicher, und die Visibilität bleibe gering. So sei es weiterhin generell schwierig, Prognosen zu treffen.

Zudem kommt es zu Veränderungen im Verwaltungsrat. Melk Lehner stellt sich nach 25 Jahren als Mitglied des Gremiums nicht zur Wiederwahl. Der Verwaltungsrat beantragt, Roland Siegwart neu für eine Amtsperiode von drei Jahren in das Aufsichtsgremium zu wählen.

(tke/aho/awp)