Verschiedene Massnahmen zur Bekämpfung des Littering sind seit Jahren ein wichtiger Teil des Umweltschutzprogramms der Fastfood-Kette McDonalds. «Wir fühlen uns verantwortlich für die Wirkungen, die unsere Geschäftstätigkeit auf die Umwelt hat, und wir übernehmen gerne die Führungsrolle, wenn es darum geht, Umwelt und Ressourcen zu schonen», sagt Martin Knoll, CEO McDonald’s Schweiz, Crissier. Der Fastfood-Riese war deshalb bei der im Jahr 2000 von der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch) gestarteten Kampagne «Trash ist Kultur» von allem Anfang an mit dabei. Und zusammen mit dem Städteverband und der Fachorganisation «Kommunale Infrastruktur» hat er 2005 den «Verhaltenskodex für Verkaufsstellen von Unterwegsverpflegung» ausgearbeitet. Darin werden Richtlinien für die Entsorgung, das Recycling sowie – wichtig – die Abfallvermeidung festgelegt.


Mit Kampagnen und Broschüren

Die verschiedenen Engagements ermöglichen es heute McDonald’s, das Problem Littering auf verschiedenen Ebenen zu bekämpfen. Jährlich nehmen Restaurants an den Clean Up Days teil. Zudem ermuntert McDonald’s seine Kunden mit beschrifteten Take-away-Säcken und aufgelegten Broschüren zum korrekten Entsorgen der Abfälle. Für die Betreiber der Restaurants gibt es einen umfangreichen Anti-Littering-Führer – eine Planungshilfe, die Ideen und praktische Beispiele für den Kampf gegen den Abfall liefert. Unübersehbare Plakate und Kleber auf den Aussenmüllboxen motivieren zudem die Gäste, zu einer lebenswerten Umwelt beizutragen.

Wie weit all diese Bemühungen zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung fruchten, ist nicht bekannt. «Leider bewirken sie nicht bei allen Gästen eine korrekte Handlungsweise», räumt McDonald’s-Sprecherin Nicole Schöwel ein. Je nach Standort, Saison, Uhrzeit, Art des Restaurants und weiteren Faktoren werden trotzdem bis 10% des Abfalls «gelittert». «Diese grob geschätzte Zahl bezieht sich auf den Take-away-Verkauf, der rund 40% des gesamten Absatzes ausmacht», relativiert Schöwel.

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Weil so oder so immer etwas auf der Strasse liegen bleibt, schickt McDonald’s die eigenen Mitarbeiter auf Aufräumtour. Täglich müssen sie das Terrain im Umkreis der Restaurants mindestens eine Arbeitsstunde lang reinigen. Und in manchen Städten unterhält McDonald’s inzwischen eine Partnerschaft mit den Behörden zwecks Sauberhaltung des öffentlichen Raums.


Die gute Idee Partnerschaften

In Luzern zum Beispiel hat McDonald’s einen Park «adoptiert», wo die Fastfood-Kette die Abfallkübel regelmässig leert. Das geschieht nicht ganz ohne Gegenleistung, denn die Abfallkübel sind werbewirksam mit «Stadt & McDonald’s» gelabelt.

Auch wenn das Littering nicht die einzige und auch nicht die grösste Herausforderung im Umweltbereich darstellt, so gilt es als kritischer und sensibler Bereich, der viel zum Image des Fastfood-Riesen in der Öffentlichkeit beiträgt. Nicht leugnen lässt sich, dass die Fastfood-Branche verpackungs- und damit abfallintensiv ist. Pro Big Mac, von denen im letzten Jahr in der Schweiz rund 7 Mio Stück verkauft wurden, fallen je nach Konsum – zu Hause oder im Restaurant – 22 bis 27 g Abfall an. Insgesamt ergaben die Hamburgerverpackungen, Trinkbecher, Servietten und Tabletteinlagen aller 143 McDonald’s-Restaurants in der Schweiz 2005 eine Abfallmenge von 2250 t. Davon waren rund vier Fünftel aus Papier und Karton, also aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Recyclingfaseranteil lag bei durchschnittlich 56%.


Abfall ist schlecht fürs Image

«Das achtlose Wegwerfen von Abfällen ist ein gesellschaftliches Problem», gibt Schöwel zu bedenken. Wenige Gäste, die den Abfall nicht korrekt entsorgten, verursachten bei umso mehr Leuten Ärger und Ablehnung.

Nebst den Abfallsammeltouren, bei denen die Mitarbeiter von McDonald’s sämtlichen, also auch den fremden Abfall beseitigen, demonstriert der Fastfood-Riese seinen Willen zur Eigenverantwortung auch mit klar erkennbaren Verpackungen. «Jeder sieht sofort, wenn Abfälle aus unseren Restaurants herumliegen, was dann direkt auf das Image von McDonald’s negativ abfärbt», so Schöwel.