Die Neuausrichtung auf die sich wandelnden Bedürfnisse seiner Kundschaft kommt McDonald's teuer zu stehen. Kosten für den Umbau hätten von April bis Juni zu einem Gewinnrückgang von 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar beigetragen, teilte die weltgrösste Fast-Food-Kette am Donnerstag mit. Die Umsätze fielen unbereinigt von Währungskurseffekten das vierte Quartal in Folge um zehn Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar.

Im Mai hatte McDonald's angekündigt, sich mit einem umfassenden Sanierungsplan fit für die Zukunft zu machen. Dafür sollen Stellen gestrichen, die Unternehmensstruktur verändert und mehr Filialen in das Franchise-System eingegliedert werden. Zuletzt standen die Betriebe in den Händen von Lizenznehmern besser da als die von McDonald's betriebenen Restaurants.

Börse reagiert positiv

Darüber hinaus testet der Burger-King-Rivale eine Vereinfachung seiner Menüs sowie ein Frühstücksangebot rund um die Uhr. Bereits im laufenden Quartal sollen diese Schritte Früchte tragen: McDonald's stellt ein Umsatzplus auf vergleichbarer Basis in Aussicht. An der Börse sorgte diese Nachricht für Aufatmen. Die Aktie stieg vorbörslich 1,5 Prozent.

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Während es in den USA, wo McDonald's mit Wendy's und Chipotle konkurriert, sowie in China und Japan nicht rund lief, griffen in Deutschland und Grossbritannien zuletzt mehr Hungrige bei Burgern & Co. zu. Europa ist für die Amerikaner der wichtigste Umsatzmarkt. McDonalds's Deutschland kündigte an, die Zusammenarbeit mit Tank & Rast auszubauen. Demnach wird das Unternehmen künftig an geeigneten Raststellen McDonald's-Filialen eröffnen. Ziel sei, auf 100 Standorte zu kommen.

(reuters/mbü)