Seit dieser Woche verkauft Burger King zehn Chicken-Nuggets für 1,49 Dollar, was in etwa der Hälfte des regulären Preises von 2,99 Dollar entspricht. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor, das sich im Besitz von Restaurant Brands International befindet.

Im Oktober hatte Burger King schon einmal etwa einen Monat lang eine ähnliche Werbeaktion durchgeführt. Zum Vergleich: McDonald’s bietet 50 Chicken- Nuggets für 9,99 Dollar an, also 20 Cent pro Stück.

Aggressiver Wettbewerb

«Burger King liefert sich einen aggressiven Wettbewerb mit McDonald’s. Und sie machen dies auf einem sehr niedrigen Preis-Niveau, um die Leute in ihre Läden zu locken», sagt Darren Tristano, Executive Vice President beim Marktforscher Technomic aus Chicago. «Das Ziel ist, den anderen Burger-Ketten Marktanteile abzunehmen.»

Die McDonald’s-Werbeaktion für 50 Chicken-Nuggets sei eine regionale Option für Franchisenehmer, die selbst entscheiden könnten, wie lange das Angebot gelten soll, erklärte Unternehmenssprecherin Lisa McComb. Die Restaurants, die an der Aktion teilnehmen, werden dies ihren Worten zufolge sehr wahrscheinlich im Umfeld des Football-Sportereignisses Super-Bowl tun.

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Fast-Food vs. Fast-Casual

Die Fast-Food-Branche setzt zunehmend auf Rabatte, um mehr Kunden in die Läden zu bringen. Viele Verbraucher hatten sich zuletzt eher Restaurants aus dem Segment «Fast-Casual» zugewandt, das Fast-Food auf etwas höherem Niveau anbietet. Dazu zählen Anbieter wie Chipotle Mexican Grill.

Die Strategie ist allerdings nicht ohne Risiko. Es besteht die Gefahr, dass Kunden lediglich die rabattierten Angebote kaufen und den Fast-Food-Restaurants den Rücken kehren, sobald die Preise wieder ansteigen. «Sie erkaufen sich die Kundschaft nur für den Moment», sagt Malcolm Knapp, Berater für die Restaurant-Branche in New York. «Sie bauen keine Kunden-Bindung auf, die dafür sorgt, dass die Kunden auch aus anderen Gründen wiederkommen.»

Schwache Umsatzentwicklung

Bei Burger King hatte die vorangegangene Werbeaktion für Chicken-Nuggets im dritten Quartal zu einem flächenbereinigten Umsatzanstieg in den USA und Kanada von 3,6 Prozent beigetragen.

Bei McDonald’s war der flächenbereinigte US-Umsatz im selben Zeitraum um 3,3 Prozent eingebrochen. Die Umsätze in den mehr als 14'000 US-Läden waren zuletzt konstant rückläufig. Die weltgrösste Fast-Food-Kette reagiert auf die Entwicklung, indem sie das Menü-Angebot zusammenstreicht und mehr Burger anbietet, bei denen die Kunden selbst über die Zusammensetzung entscheiden können.

(bloomberg/ise)