Drei Dinge haben die deutsche Elektronik-Fachmarktkette Media Markt gross und bekannt gemacht: Überaus lärmige Kundenansprache, tiefrote Preise, riesige Fachmärkte. Martin Rusterholz, seit Frühling neuer Schweizer Länderchef, macht sich jetzt daran, auch den Kundenservice-Gedanken verstärkt einzubauen.

Concierges, die Kunden im Laden begrüssen, und sogenannte Smartbars, an denen Kunden bezüglich Montage und Schnellreparatur betreut werden, sind bereits eingeführt. Als Nächstes denkt Rusterholz an Workshops in den Läden.

Mehr aus der Kamera holen

Zunächst in Fachmärkten in der Region Zürich sollen Kunden ab Frühling 2018 in Gruppenkursen lernen, wie sie mehr aus ihrer Kamera oder ihrem Tablet-Computer holen. «Darüber hinaus sind auch Einzellektionen möglich», sagt Rusterholz. Die Elektro-Nachhilfe-Idee hat er gestohlen – intern. «Solche Kurse führt Media Markt heute schon in ihren spanischen Läden mit Erfolg durch.»

Der Schweizer Manager will daneben vermehrt Gas geben im sogenannten Omnichannel-Geschäft, also der Verknüpfung aller Online- und Offline-Kanäle. Man habe bei Media Markt den Online-Boom in der Vergangenheit verschlafen, sagt Rusterholz Auf externe Plattformen wie Siroop wolle man beim Omnichannel-Push aber nicht setzen: «Wir müssen das alleine schaffen. Unsere Marke ist stark genug dafür.»

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