Deutschlands führender Handelskonzern Metro (Metro-Aktie) hat wegen der Probleme bei der Elektroniktochter Media-Saturn und der schwachen Konsumstimmung im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Unter dem Strich sank der Nettogewinn nach Minderheiten von 44 auf 40 Millionen Euro, wie Metro mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 334 auf 306 Millionen Euro zurück.

Der Umsatz hielt sich mit 15,7 Milliarden Euro trotz des in diesem Jahr späten Ostergeschäfts, das komplett ins zweite Quartal fiel, stabil. Neben der Schwäche bei Media-Saturn nannte die Metro ein schwaches Konsumklima als Belastungsfaktor. Die starke Verunsicherung der Verbraucher angesichts der Schuldenkrise in Europa sowie höhere Preise bei Lebensmitteln und Energie hätten die Stimmung getrübt.

Trotz widriger Umstände habe sich die Metro gut behauptet, sagte Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes laut Mitteilung. Im zweiten Halbjahr dürften Umsatz und Ergebnis bei Media-Saturn wieder deutlich anziehen. Im Konzern soll im Gesamtjahr das bereinigte EBIT um rund zehn Prozent steigen. Der Umsatz soll über Vorjahr ausfallen. Metro hatte vergangene Woche die Ergebnisprognose bestätigt und die Umsatzprognose gesenkt.

Anzeige

(laf/cms/sda)