Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle kommt die britischen Steuerzahler teuer zu stehen: Auf 32 Millionen Pfund schätzt eine Hochzeitsplanungsfirma die Kosten. Hinzu kommen mehrere Millionen Pfund für die Sicherheit. Immerhin kostet sie die Öffentlichkeit weniger als die Hochzeit von Harrys Bruder William mit Catherine im Jahr 2011. Der nationale Feiertag bedeutete für die Wirtschaft der Insel Einbussen in Milliardenhöhe.

Trotzdem sind 32 Millionen Pfund viel Geld für eine Hochzeitsparty. Demgegenüber steht aber der wirtschaftliche Nutzen der königlichen Hochzeit. Und der verspricht hoch zu sein – nicht zuletzt wegen des «Meghan-Effekts». 

1 Milliarde Pfund

Die Hochzeit von Harry und Meghan könnte rund 1 Milliarde Pfund in die britischen Kassen spülen, schätzt die Beratungsagentur Brand Finance. Der grösste Gewinn dürfte den Experten zufolge neben der Tourismusbranche durch die Medienberichterstattung vor und während der Hochzeit entstehen. Mindestens 300 Millionen Pfund könnten mit der Werbung in den TV-, Online- und Printmedien in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und dem Rest der Welt generiert werden.

Dem Detailhandel und Restaurants könnte die Hochzeit 250 Millionen Pfund einbringen. Denn laut einer YouGov-Umfrage freuen sich 39 Prozent der britischen Bevölkerung auf das royale Highlight des Jahres. Wenn diese rund 25 Millionen Briten feiern, frohlocken auch Detailhandel und Gastronomie über entsprechende Mehreinnahmen.

Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle

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Royal Wedding
Royal Wedding Souvenirs
Meghan and Harry
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Royal Wedding: Viele Briten fiebern dem grossen Tag entgegen.

Quelle: Keystone .
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Der britischen Modeindustrie könnte die amerikanische Schauspielerin jährlich 150 Millionen Pfund verschaffen. Allein Markles Hochzeitskleid wird wohl künftige Modetrends setzen. Seit die Verlobung mit Prinz Harry im vergangenen Jahr bekannt wurde, ist die 36-Jährige bereits zur Mode-Ikone aufgestiegen. Brand Finance erwartet auch ein grössere Nachfrage nach britischer Mode im Ausland durch den «Meghan-Effekt». 

Auch der Hype um Merchandise-Artikel rund um die Hochzeit ist lukrativ: 54 Millionen Pfund dürften mit Büchern, Souvenirs und Ähnlichem eingenommen werden.

Erwarteter Tourismusboom 

Die Tourismusbranche verspricht sich Mehreinnahmen von 300 Millionen Pfund. Vor allem Touristen aus den USA könnte es vermehrt auf die britische Insel führen – sowohl am Hochzeitswochenende als auch in den kommenden Jahren. Denn die weltweite Medienberichterstattung über der Hochzeit könnte dem Königreich als Reiseland neuen Auftrieb verleihen, sagen Experten von Euromonitor International voraus. 

2017 kamen 38 Millionen Touristen nach Grossbritannien – fast 10 Prozent davon aus den USA. Vor allem London, heute bereits an dritter Stelle der meistbesuchten Städte der Welt und meistbesuchte Stadt Europas, könnte besonders davon profitieren. 

Dort ist die Chance, den royalen Trendsettern zu begegnen, auch am grössten. Das frisch getraute Ehepaar wird vorerst wohl im Nottingham Cottage in London wohnen bleiben.

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