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Mehr als 30 UBS-Banker sollen in Libor-Skandal verwickelt sein

Die UBS könnte eine Einigung am Mittwoch verkünden. (Bild: Keystone)

Die UBS verhandelt laut Medienberichten über die letzten Details zu einer Milliarden-Busse im Libor-Skandal. Mehr als 30 Mitarbeiter der Schweizer Grossbank sollen in die Affäre involviert sein

Veröffentlicht am 18.12.2012

Die UBS wird wegen ihrer Beteiligung an Libor-Manipulationen gemäss Presseberichten eine Milliarden-Busse zahlen. Eine entsprechende Einigung mit den Regulierungsbehörden in den USA, Grossbritannien und der Schweiz steht laut «Financial Times» («FT») kurz bevor. Trotz «Last-Minute-Verhandlungen» würde mit einer Bekanntgabe am Mittwoch gerechnet.

Über die Details des Schuldeingeständnises würde immer noch verhandelt, so die Zeitung unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag. Die «Financial Times» geht von einer Busse von fast 1,5 Milliarden Dollar aus (1,375 Milliarden Franken). 

Der «Tagesanzeiger» hatte am Wochenende unter Berufung auf «gut unterrichtete Quellen» eine Summe von rund 1,5 Milliarden Franken genannt. Dem Bericht der Zeitung zufolge könnte die UBS damit aber womöglich nicht davonkommen, sondern müsse mit einer Verurteilung rechnen.

Wie viele UBS-Angstellte in den Skandal verwickelt sind, will nun die «FT» erfahren haben: rund drei Dutzend Banker und Manager. Das schreibt die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch «The Telegraph» spricht von «mehr als 30 UBS-Bankern», die involviert sein sollen.

Im Fokus steht das UBS-Geschäft in Japan: Bereits die «NZZ am Sonntag» hatte berichtet, dass die Japan-Tochter der UBS kurz davor stehe, sich im strafrechtlichen Sinne schuldig zu bekennen. Einen Hinweis darauf, dass die Grossbank vor einem Lizenzentzug in Japan stehe, gebe es aber nicht - das berichtet nun auch die «FT».

(tno/vst/awp)

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