Die auf Glasverpackungen spezialisierte Vetropack hat mit der leichten Umsatzsteigerung im ersten Semester des Geschäftsjahres 2012 die Markterwartungen übertroffen. Wie erwartet verbesserte sich auch der Reingewinn aufgrund eines Landverkaufs.

Auf operativer Ebene hingegen blieb man hinter der Vorjahresperiode zurück und entsprechend rückläufig zeigte sich die EBIT-Marge. Diese werde sich bis zum Ende des Geschäftsjahres auch kaum verändern.

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So stieg der konsolidierte Bruttoumsatz um 0,6 Prozent auf 308,6 Millionen Franken, währungsbereinigt gar um 4,5 Prozent. Infolge gestiegener Energie- und Unterhaltskosten brach allerdings das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 24 Prozent auf 32,5 Millionen Franken ein.

Die entsprechende Marge kam bei 10,5 Prozent zu liegen, wie das Unternehmen mitteilt. Im Vorjahreszeitraum wurde noch eine Marge von 14,0 Prozent ausgewiesen.

Positiv entwickelte sich wiederum der Reingewinn, der sich mit 58,1 Millionen Franken mehr als verdoppelte. Zu dieser positiven Entwicklung trug ein einmaliger Buchgewinn aus einem Landverkauf am Standort in Bülach in Höhe von rund 36 Millionen Franken bei.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Vetropack die Schätzungen nur beim Umsatz übertroffen; ansonsten verfehlt.

Stückabsatz stabil - Produktausstoss rückläufig

Wie es weiter heisst, stieg das Verkaufsvolumen in den Inlandmärkten auf 62,4 Prozent (VJ 58,6 Prozent) des Gruppenabsatzes. Insgesamt wurde mit 2,21 Milliarden Glasverpackungen in etwa so viel wie in der Vorjahresperiode verkauft.

Aufgrund der turnusmässigen Wannenreparatur im kroatischen Werk Straža ging der Produktionsausstoss der Gruppe aber um 2,3 Prozent auf 609'034 Tonnen zurück. Dies sei aber so geplant gewesen und wurde durch Lageraufbau im Jahr 2011 und vermehrte Zukäufe im laufenden Geschäftsjahr kompensiert.

Im ersten Semester wurde eine Weissglaswanne im Werk in Kroatien revidiert und vier neue Glasblasmaschinen installiert. Im Zuge dieser Renovation sei auch die Vorbereitung der Wanne für den später geplanten Einbau eines Schmelzgutvorwärmers erfolgt. Beim Bau einer neuen Produktionshalle im österreichischen Werk Pöchlarn werde die industrielle Testproduktion von thermisch gehärtetem Glas Anfang 2013 anlaufen.

In den zentraleuropäischen Märkten entwickelte sich das in Bülach ansässige Unternehmen positiv und im osteuropäischen Markt habe man vom im Vorjahr begonnenen Portfolio-Ausbau profitiert. Trotz der hohen Marktsättigung in Westeuropa verzeichneten auch diese Märkte einen Nachfragezuwachs. Bei den strategisch wichtigen Exportmärkten werde auf weitere Expansionen verzichtet.

Ebit-Marge bis Jahresende unverändert erwartet

Für das Gesamtjahr geht Vetropack von einer unveränderten Marktsituation aus. Die Kapazitäten der Vetropack-Gruppe bleiben voll ausgelastet. Weil im zweiten Semester eine Wannenrevision im österreichischen Werk Pöchlarn geplant ist, sei eine Steigerung des Kapazitätsausstosses nicht möglich.

Aufgrund der hohen Energie- und Unterhaltskosten dürfte sich die EBIT-Marge per Jahresende auf dem Niveau des 1. Semesters bewegen.

(aho/awp)