Die geplanten höheren Kapitalanforderungen für die weltgrössten Banken werden die Konjunktur nach Einschätzung ihrer Aufseher nicht bremsen. Eine Arbeitsgruppe des Basler Ausschusses und des Finanzstabilitätsrats (FSB) sieht vielmehr positive Folgen.

Die Beschlüsse für die sogenannten systemrelevanten Banken führten im Schnitt zu einem zusätzlichen Wachstumsimpuls von 0,5 Prozent pro Jahr, kommt eine am Montag vorgestellte Studie zum Schluss.

Denn sie verhinderten, dass in regelmässigen Abständen Bankenkrisen aufträten. Zusammen mit den anderen Teilen des neuen Banken-Kapital- und Liquiditäts-Regelwerks «Basel III» schätzen die Experten den positiven Effekt auf das Bruttoinlandprodukt (BIP) sogar auf bis zu 2,5 Prozent.

Durch etwas höhere Zinsmargen infolge der Auflagen werde das BIP demgegenüber nur um einen hundertstel Prozentpunkt gedrückt. Basler Ausschuss und FSB haben vorgeschlagen, von den weltweit wichtigsten 28 Banken 1,0 bis 2,5 Prozentpunkte mehr Kapital abzuverlangen als den übrigen Instituten. Die höheren Anforderungen sollen aber erst bis 2018 eingeführt werden.

Die unter dem Kürzel «G-SIB» geführten global systemrelevanten Banken gäben im Schnitt 30 Prozent der Kredite in ihren jeweiligen Ländern aus und stünden für 38 Prozent der Bilanzsumme in ihrem Finanzsystem.

(vst/sda)