Der Basler Zollfreiladenbetreiber Dufry hat im ersten Halbjahr 2015 einen Reinverlust nach Minderheiten von 25 Millionen Franken erlitten. Damit hat Dufry seinen Verlust im zweiten Quartal bei einem deutlichen Umsatzanstieg ausgeweitet.

Im ersten Quartal belief sich der Reinverlust von Dufry auf 9 Millionen Franken bei einem Umsatzanstieg um knapp einem Drittel. Im Halbjahr erhöhte sich dann der Umsatz, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, erneut deutlich, nämlich um 30,5 Prozent auf 2,229 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda stieg um fast 7 Prozent auf 236,7 Millionen Franken.

Frankenstärke wirkt positiv

Dufry litt laut Mitteilung aber unter Abwertungen von Währungen, insbesondere in den aufstrebenden Märkten Brasilien und Russland. Positiv wirkte sich hingegen die Frankenstärke aus. Ausgebaut werden konnte das Duty-Free-Angebot in Athen und in Mailand Malpensa.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Dufry die Erwartungen der Analysten gemäss der Finanznachrichtenagentur AWP beim Umsatz erfüllt, beim Ebitda und Reinergebnis aber verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 2,23 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis (Ebitda) von 242,5 Millionen Franken und einem Reinverlust nach Minderheiten von 17,6 Millionen Franken gerechnet.

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Übernahme von World Duty Free

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr teilte Dufry mit, dass der Übernahmeprozess von World Duty Free (WDF) wie geplant voranschreite. Das Closing für die im März angekündigte Übernahme der Konkurrentin werde für das dritte Quartal erwartet. Auch die Nuance-Integration sei auf Kurs. Weiterhin werde dabei mit 70 Millionen Franken an Synergien gerechnet.

(sda/gku/ama)