Der Wind fegte mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde über die britischen Inseln, wie die Wetterdienste berichteten. Ein 14 Jahre alter Junge wird vermisst - vermutlich wurde er an der Küste von East Sussex ins Meer gespült.

Hunderte Zugverbindungen im morgendlichen Berufsverkehr wurden gestrichen. Betroffen war auch die Millionen-Metropole London. «Wenn wir bis Dienstag wieder einen ordentlichen Service hinbekommen, bin ich ganz froh», sagte ein Sprecher der Bahngesellschaft Network Rail. Wie ein Swiss-Sprecher auf Anfrage von handelszeitung.ch erklärte, sind am Morgen vier Flüge von der Schweiz nach London-City ausgefallen. Ein Flug von Zürich nach Brüssel würd ebenfalls gestrichen.

Da sich der Sturm im laufe des Tages weiter Richtung Deutschland verschiebt, prüft die Swiss nun die Flugbedingungen der Flughäfen in Amsterdam, Düsseldorf, Hannover und Hamburg.  Je nach Wetterbedingungen kann es zu weiteren Flugausfällen kommen.

Im Südwesten Grossbritanniens waren am Morgen mindestens 6000 Haushalte ohne Strom, nachdem Bäume auf Stromleitungen gestürzt waren. Auch viele Strassen waren unpassierbar, weil entwurzelte Bäume quer lagen.

75'000 Haushalte in Frankreich ohne Strom

Auch im Westen Frankreichs mussten zahlreiche Menschen wegen des Herbssturms ohne Strom in die Woche starten. In der Normandie und in der Bretagne waren am Montag etwa 75'000 Haushalte betroffen. Nach Angaben des Energielieferanten ERDF waren die Regionen seit dem frühen Morgen ohne Strom.

Vor allem in Gebieten nahe der Küste war der Sturm mit bis zu 140 Stundenkilometern über das Land gefegt. Am Montagmorgen wurde deswegen der Fährverkehr zwischen dem nordfranzösischen Calais und Dover in Grossbritannien unterbrochen.

(sda/tke/aho)