Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) vermeldet Erfreuliches aus dem ersten Quartal. Die Aufträge nahmen um 10,5 Prozent zu und der Umsatz der Branche stieg um 9,2 Prozent.

Die Grundlage für dieses Wachstum schufen sich die Unternehmen in den vergangenen drei Jahren durch markante Effizienzsteigerungen und verstärkter Innovationstätigkeit, wie der Branchenverband Swissmem in einem Communiqué schreibt. Zudem profitierte die MEM-Branche von der verbesserten internationalen Konjunkturlage. Die positive Entwicklung dürfte sich vorerst fortsetzen.

Wachstum breit abgestützt

Die Erholung setzte Mitte des vergangenen Jahrs ein. Das im ersten Quartal 2014 festgestellte Umsatzwachstum ist den Angaben gemäss breit abgestützt. Allerdings wiesen die Grossfirmen (mit mehr als 250 Mitarbeitenden) gegenüber KMU eine dynamischere Umsatzentwicklung aus.

Mit den anziehenden Aufträgen erhöhte sich die Kapazitätsauslastung in den ersten drei Monaten des Jahres auf 88,1 Prozent. Die jüngste Erhebung der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF vom April 2014 ergab zwar eine leicht geringere Auslastung (86,7 Prozent). Sie lag damit aber noch immer über dem langjährigen Durchschnitt von 86,1 Prozent.

Anzeige

Steigende Exporte

Die MEM-Industrie exportierte im ersten Quartal 2014 Waren im Wert von 16,1 Milliarden Franken, was gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme von 3,2 Prozent entspricht.

Gemäss der Eidgenössischen Zollverwaltung erhöhten sich die Ausfuhren der Produkte aus dem Maschinenbau um 10,6 und jene von Metallen um 5,1 Prozent. Die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten gingen dagegen leicht um 0,8 Prozent zurück. Eine Delle von 2,7 Prozent gab es bei der Elektronik und der Elektrotechnik.

Bei den Absatzmärkten zeigte Asien mit einer Zunahme von 5,5 Prozent den stärksten Anstieg. Die Ausfuhren in die EU zogen um 2,8 und jene in die USA um 4 Prozent an.

Zuversicht beim Branchenverband

Swissmem rechnet damit, dass sich der Wachstumskurs der MEM-Industrie vorerst fortsetzen wird. Diese Haltung basiert auch auf der Einschätzung der MEM-Unternehmen. Gemäss der Quartalsumfrage unter den Swissmem-Meldefirmen rechnen 50 Prozent der befragten Firmen in den kommenden zwölf Monaten mit höheren Bestellungseingängen aus dem Ausland.

Lediglich 7,5 Prozent befürchten eine Verschlechterung der Auftragssituation. Insbesondere aus Deutschland, China und Nordamerika erwarten die Unternehmen weitere Wachstumsimpulse. Dieser Optimismus ist breit abgestützt. Im Schnitt schauen die Grossunternehmen allerdings etwas positiver in die Zukunft als KMU.

(sda/dbe/sim)