BMW bleibt beim Absatzwachstum seiner Kernmarke weiter hinter dem Erzrivalen Mercedes-Benz zurück. Im Oktober wurden 164’915 Autos der Marke BMW verkauft. Das waren 6,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte.

Der Konkurrent Daimler konnte im gleichen Zeitraum den Absatz von Mercedes-Benz-Fahrzeugen um 10,1 Prozent auf 155’189 Stück steigern. Damit ist bis Ende Oktober der Vorsprung von BMW zu Mercedes-Benz weiter gesunken.

Mercedes holt auf

BMW ist seit Jahren der weltweit grösste Hersteller von sogenannten Premiumautos. Zuletzt konnte Mercedes-Benz aber kräftig aufholen.

BMW-Chef Harald Krüger hatte erst vergangene Woche bekräftigt, dass die Münchener auch in diesem Jahr der weltweit führende Hersteller von Premiumfahrzeugen bleiben wollen. Bis Ende Oktober lag der Abstand zu Mercedes-Benz mit 1,56 Millionen verkauften BMW-Modellen bei rund 29’000 Autos.

Problem in China

Das Problem von BMW liegt unter anderem in China. BMW betreibt zwei Pkw-Fabriken und ein Motorenwerk in der Volksrepublik. Der Absatz im einstigen Boomland stagnierte zuletzt aber. Am Ende des dritten Quartals resultierte lediglich ein mageres Plus von zwei Prozent.

Andere Autobauer schlagen sich da deutlich besser: Mercedes-Benz lag zwar mit gut 266'000 verkauften Autos noch immer weit hinter Audi (414'000) und BMW (zusammen mit Mini 343'000). Doch legten die Stuttgarter trotz der Abkühlung der chinesischen Konjunktur um 31 Prozent zu.

Neuer Chef

BMW reagierte darauf mit einem Wechsel an der Spitze. Die Münchener tauschen den Chef aus: Olaf Kastner, langjähriger Konzernmanager und seit sechs Jahren Leiter des Gemeinschaftsunternehmens BMW Brilliance, übernimmt ab dem 1. Dezember die Vertriebsregion China, wie der Autobauer am Montag mitteilte.

(awp/ise/ama)

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