Bisher hatte Stefan Oschmann die Sparte geführt. Der Manager bleibe in der Geschäftsleitung des Merck-Konzerns und konzentriere sich nun auf seine Rolle als Leiter des Medizingeschäfts, das neben Merck Serono auch Consumer Health, Allergopharma und Biosimilars umfasst, teilte Merck mit.

«Ziel der neuen Aufstellung ist, künftiges Wachstumspotenzial voll ausschöpfen zu können», hiess es in der Pressemitteilung. Merck hatte zuletzt in der Medikamenten-Entwicklung eine Reihe von Rückschlägen zu verkraften.

Pharmageschäft

Mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist die Sparte Merck Serono die grösste des Konzerns. Insgesamt trägt das Pharmageschäft gut 60 Prozent zum Gesamterlös bei.

Merck Serono ist auch in der Schweiz tätig und unterhält fast 1000 Arbeitsplätze, mehr als 800 davon im Kanton Waadt. Die Handelszentrale ist in Zug. Im vergangenen Jahr hatte die geplante Schliessung des Standorts Genf und die damit verbundene Entlassung von 1250 Angestellten schweizweit für Aufsehen und zahlreiche Proteste gesorgt.

Ende Juni ist der Standort Genf definitiv geschlossen worden. Auf diesen Zeitpunkt ist der Besitz an das Forschungszentrum «Campus Biotech» übergegangen. Der ehemalige Serono-Chef Ernesto Bertarelli und der Berner Medtech-Unternehmer Hansjörg Wyss hatten das Gelände gekauft.

(sda/tke)