Der Darmstädter Pharmakonzern Merck muss einen weiteren Rückschlag bei seinem wichtigen Krebsmittel Erbitux einstecken.

In einer Phase-III-Studie mit Erbitux bei fortgeschrittenem Magenkarzinom sei nicht das erhoffte Ergebnis erzielt worden, teilte Merck mit. Die Studie habe nicht ihren primären Endpunkt erreicht - sprich die Zeit, in der Patienten ohne eine Verschlechterung der Erkrankung leben können, habe sich nicht signifikant verlängert.

Die Studie wurde mit über 900 Patienten in 25 Ländern durchgeführt. Er sei enttäuscht, dass die Studie keinen klinischen Nutzen für Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom bei zusätzlicher Gabe von Erbitux zur Standardchemotherapie ergab, sagte der leitende Prüfarzt Florian Lordick laut Mitteilung.

Bereits im Mai hatte eine andere Studie mit Erbitux nicht den von Merck erhofften Erfolg gebracht. Die Wirksamkeit des Mittels in den bereits zugelassenen Indikationen bleibt laut dem Konzern weiter bestehen.

Erbitux ist das zweitumsatzstärkste Präparat der Merck-Gruppe. Der Darmstädter Familienkonzern erzielte mit dem Medikament im Vorjahr einen Umsatz von 855 Millionen Euro.

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(chb/muv/awp)