Die 62 Angestellten des Gebäudeunterhalters ISS Facility Services, welche aufgrund der Schliessung der Merck-Serono-Zentrale ihre Stelle verlieren, wehren sich. Sie beauftragten die Gewerkschaft SIT am Samstag mit der Wahrung ihrer Interessen.

Gemäss einer Mitteilung der Gewerkschaft vom Montag forderten die Angestellten die SIT auf, bei der Arbeitgeberin ISS zu intervenieren. Sie soll darauf hinwirken, dass Arbeitsbedingungen und Löhne des Personals erhalten bleiben. ISS war in den Merck-Serono-Gebäuden mit Reinigung, Unterhalt und Postdiensten beauftragt.

Auch wollen die ISS-Leute in die Konsultationsverhandlungen eingebunden werden. Von den Behörden verlangen die Beschäftigten, dass sie sich für einen Kompensationsfonds einsetzen.

Am vergangenen Freitag hatten bereits 400 Merck-Serono-Angestellte die Gewerkschaft Unia mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt. Dazu ernannte eine Versammlung ein Betriebskomitee, das an der Seite von Unia mit der Direktion verhandelt. Am 4. Mai findet in der Sache eine weitere Generalversammlung des Personals mit der Unia statt. Eine Protestaktion gegen die Schliessung ist am 1.-Mai-Umzug in Genf geplant.

Merck Serono hatte die Schliessung des Genfer Sitzes am vergangenen Dienstag bekanntgegeben: 750 Stellen werden nach Deutschland, die USA und nach China ausgelagert, 500 Stellen ganz gestrichen.

(vst/chb/sda)

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