Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA setzt nach dem Stellenabbau in der Schweiz nun auch in Deutschland den Rotstift an. Das Unternehmen plant bis Ende 2015 rund 1100 der 10'900 Arbeitsplätze hierzulande zu streichen, teilte der Konzern anlässlich einer Betriebsversammlung am Firmensitz in Darmstadt teil.

Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden. Merck will den Abbau hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeit erreichen, hiess es weiter.

Der Dax-Konzern soll nach den Rückschlägen in der Pharmasparte und dem Wettbewerb im Geschäft mit Flüssigkristallen auf mehr Effizienz getrimmt werden. Im Frühjahr hatte Merck ein mehrjähriges Spar- und Umbauprogramm vorgestellt. Insgesamt hat der Bayer-Konkurrent für die Restrukturierung seiner Pharmasparte Merck Serono bis 2014 Kosten in Höhe von 600 Millionen Euro eingeplant.

(muv/awp)

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