Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr 2016 die Eckdaten verbessert. Der Umsatz stieg brutto um 3,4 Prozent auf 441 Millionen Franken, wobei sich das organische Wachstum in Lokalwährungen auf 2,1 Prozent belief. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit nahm leicht auf 31,6 Millionen (+1,4 Prozent) zu und unter dem Strich resultierte dank eines höheren Finanzergebnisses ein Reingewinn von 23,9 Millionen nach 10,3 Millionen in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Das Finanzergebnis trug im Halbjahr 0,6 Millionen Franken zum Gewinn bei. Dabei sei die leicht negative Performance der Wertschriftenanlagen durch die Wertsteigerung bei den Finanzanlagen und assoziierten Gesellschaften gut kompensiert worden. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis die Erfolgsrechnung noch mit 13,0 Millionen belastet.

Marktstellung gefestigt

Mit den vorgelegten Zahlen hat Metall Zug die Vorgaben der Analysten mit dem Umsatz und dem Reingewinn übertroffen, jedoch mit dem Ebit knapp verfehlt: Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 435 Millionen Franken und einem Ebit von 32,2 Millionen gerechnet. Beim Reingewinn reicht die Spanne von 10,4 Millionen (ZKB) bis 23,5 Millionen (Vontobel).

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Man habe in allen Geschäftsbereichen «operativ und strategisch erfreuliche Fortschritte» erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. So habe der Geschäftsbereich Haushaltapparate (u.a. V-Zug) seine Marktstellung in der Schweiz gefestigt und parallel dazu die Internationalisierung vorangetrieben.

Restrukturierung nach Plan

Im Bereich Infection Control (Belimed) verlaufe die Restrukturierung derweil nach Plan und es sei für künftiges Wachstum investiert worden. Derweil optimiere man bei Wire Processing (Schleuniger) die Supply Chain und es würden weitere Fortschritte im Projektgeschäft verzeichnet.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr hält das Management einen höheren Ebit nach wie vor für möglich. Dabei werde der Gewinn aus dem Verkauf des Areals von Belimed in Ballwil auch erst in der zweiten Jahreshälfte realisiert. Insgesamt bleibe das Geschäftsumfeld aber von Marktunsicherheiten geprägt, so Metall Zug. So seien etwa die Auswirkungen des Brexit auf das wirtschaftliche Umfeld und damit auf das Wachstum in der EU und in der Schweiz nach wie vor unklar.

(awp/ise/ama)