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Bilanz
Metall Zug mit deutlich weniger Gewinn

Logo der zur Metall Zug Gruppe gehörenden V-Zug: Reingewinn ist gesunken. Keystone

Der Industriekonzern kann für das erste Halbjahr zwar ein höheres Betriebsergebnis vorlegen. Dennoch schrumpfte der Reingewinn der Metall Zug markant. Schuld sind nicht nur die Wertschriftenanlagen.

Veröffentlicht am 24.08.2015

Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr 2015 ein höheres Betriebsergebnis erzielt. Das Finanzergebnis wurde jedoch von Währungsverlusten und damit zusammenhängenden Neubewertungen belastet.

Der Bruttoumsatz lag mit 426,8 Millionen Franken um 0,5 Prozent geringfügig unter dem Vorjahreswert; der Nettoumsatz betrug 417,9 Millionen nach zuvor 417,7 Millionen und war damit ebenfalls fast unverändert, wie Metall Zug mitteilt.

Reingewinn deutlich gesunken

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit stieg hingegen um 17 Prozent auf 31,2 Millionen. Die Ebit-Marge erhöhte sich auf 7,3 Prozent von 6,2 Prozent im Vorjahr. Derweil nahm der Reingewinn deutlich auf 10,3 Millionen von zuvor 31,9 Millionen Franken ab. Hier belastete das Finanzergebnis mit einem Minus von 13,0 Millionen Franken  (VJ +13,2 Millionen). Metall Zug nennt Währungsverluste, eine schlechtere Performance der Wertschriftenanlagen sowie Neubewertungen von Finanzanlagen als Gründe.

Das Unternehmen hatte bereits Mitte Juli vorläufige Annäherungswerte genannt, an denen sich auch der Markt orientiert hat. Vontobel-Analyst Christian Arnold hatte beim Umsatz einen Wert von 429 Millionen Franken, beim Ebit 30,5 Millionen und beim Reingewinn 10,5 Millionen erwartet.

Massnahmen gegen Frankenstärke

Die Auswirkungen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Schweizer Franken seien gravierend gewesen, wenn auch für die einzelnen Geschäftsbereiche von unterschiedlicher Ausprägung, schreibt das Unternehmen weiter. Die im Hinblick auf eine Aufhebung des Mindestkurses bereits früher initiierten Massnahmen seien verstärkt und beschleunigt umgesetzt worden. Insbesondere Preisverhandlungen mit Lieferanten und verstärktes Outsourcing hätten ihre Wirkung nicht verfehlt und zum erhöhten Betriebsergebnis beigetragen.

Nach dem starken zweiten Halbjahr 2014 könne nicht zwingend von einer entsprechenden Erhöhung des Betriebsergebnisses für das zweite Halbjahr 2015 ausgegangen werden, heisst es weiter. Im Ausblick rechnet das Management für das gesamte Jahr 2015 mit einem Betriebsergebnis (Ebit) im Rahmen des Vorjahres. Das Finanzergebnis hänge insbesondere von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte und der Währungskurse ab. Insgesamt bleibe das Marktumfeld anspruchsvoll und unsicher.

(awp/dbe/ama)

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