1. Home
  2. Unternehmen
  3. Metro bestätigt Gespräche mit Karstadt-Besitzer Benko

Kontakte
Metro bestätigt Gespräche mit Karstadt-Besitzer Benko

Kaufhof-Warenhaus von Metro: Im Fokus von René Benko.  Keystone

Der Handelskonzern Metro hat erstmals Gespräche mit dem Karstadt-Eigner René Benko über Kaufhof bestätigt. Über ein Interesse von Benko an der Warenhauskette wird schon seit Monaten spekuliert.

Veröffentlicht am 01.11.2014

«Es gab lose Gespräche», sagte ein Metro-Sprecher am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. «Mehr gab es nicht und wird es in nächster Zukunft auch nicht geben.» Seit der Karstadt-Übernahme durch Benko sind Spekulationen um eine Zusammenführung mit den Warenhäusern der Metro-Tochter Kaufhof wieder aufgelebt.

Das Magazin «Focus» hatte zuvor berichtet, Benko verstärke trotz öffentlicher Dementis seine Bemühungen um den Konkurrenten Kaufhof. Der Österreicher habe sich dazu mit dem Metro-Manager Christian Baier getroffen, der den Bereich Strategie und Fusionen bei dem Kaufhof-Mutterkonzern leite, berichtete das Magazin ohne Angaben von Quellen. Dass die mögliche Fusion beider Kaufhaus-Ketten zentrales Gesprächsthema war, gelte als wahrscheinlich.

Metro-Sprecher: «Kein Handlungsbedarf»

Der Kaufhof sei gut aufgestellt und sehr erfolgreich, mit dem die Metro zufrieden sei, sagte der Metro-Sprecher. «Wir sehen keinen Handlungsbedarf oder irgendeine Veranlassung aktuell etwas zu unternehmen».

Benko war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Erst vor gut einer Woche hatte die Signa-Holding von Benko einen Bericht über einen neuen Anlauf zur Übernahme von Kaufhof zurückgewiesen. Benko und Signa konzentrierten sich völlig auf die Sanierung der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt, erklärte ein Signa-Sprecher seinerzeit.

Gerüchte schon im August

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im August erfahren, dass Benko mit Blick auf den Kaufhof bei Metro-Grossaktionär Haniel angeklopft hatte. Konkrete Gespräche gebe es aber nicht, sagten Insider immer wieder, es handele sich nur um lose Kontakte.

(reuters/gku)

Anzeige