Mettler-Toledo hat den Umsatz im dritten Quartal 2015 weniger umgesetzt, den Gewinn aber gesteigert. Der Umsatz sank von Juli bis September um 4 Prozent auf 604,2 Millionen Dollar gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. In lokalen Währungen gerechnet, hätte allerdings ein Plus von 3 Prozent resultiert, wie der schweizerisch-amerikanische Präzisionsinstrumente-Hersteller mit Holdingsitz in Greifensee am späten Donnerstagabend mitteilte.

In der Region Americas (+10 Prozent) sei man sehr stark und breit über die meisten Produktlinien hinweg gewachsen, wie es weiter heisst. In Europa (+1 Prozent) habe sich das Geschäft wie erwartet unverändert gut entwickelt. Erneute Umsatzrückgänge seien in China, Russland und Brasilien verzeichnet worden. Die anderen Schwellenländermärkte hätten sich aber gut entwickelt.

Nachfrage bleibt schwach

Unter dem Strich verblieb aufgrund geringerer operativer Kosten mit 88,9 Millionen Dollar knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Aktie ergibt das einen Gewinn (adjusted) von 3,26 Dollar nach 2,95 Dollar. Der operative Cashflow kam mit 126,0 Millionen Dollar in etwa auf Vorjahresniveau zu liegen.

Seit Jahresbeginn resultiert damit ein Umsatzrückgang von knapp 4 Prozent auf 1,72 Milliarden Dollar (+4 Prozent in lokalen Währungen) sowie ein Gewinn von 8,31 Dollar je Aktie nach 7,51 Dollar in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Mit Blick voraus heisst es, die schwache Nachfrage in Brasilien, Russland und China werde vorerst anhalten.

Leichtes Wachstum erwartet

Für das vierte Quartal wird ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen von etwa 2 Prozent erwartet. Für den Gewinn pro Aktie (adjusted) wird ein Zielband von 4,58 bis 4,63 Dollar in Aussicht gestellt. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von rund 3 Prozent und einem Gewinn pro Aktie von 12,85 bis 12,90 Dollar. Zuvor galt eine Spanne von 12,75 bis 12,90 Dollar als Ziel.

Anzeige

(awp/mbü)