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Meyer Burger: Attraktive Ergänzung im Reich der Energieaktien meyer Burger Die Aktie des Solarzulieferers hat seit dem IPO stark zugelegt. Nun sind operative News gefragt.

Die Aktie des Solarzulieferers hat seit dem IPo stark zugelegt. Nun sind operative News gefragt.

Von ALICE CHALUPNY
am 28.03.2007

Solaraktien sind gefragt. Das gilt auch für die Titel vom Börsenneuling Meyer Burger, einem führenden Anbieter von Sägemaschinen für Anwendungen in der Fotovoltaik-, Halbleiter- und Optikindustrie. Seit dem Gang aufs Parkett im vergangenen November kletterten die Titel um knapp 70% auf zuletzt über 73 Fr.
Am 3. April 2007 nun hält der kleine Spezialist seine erste Bilanzmedienkonferenz als kotiertes Unternehmen ab. Die Gruppe hat zum Zeitpunkt des Börsengangs rund 80 Mio Fr. umgesetzt. Im 1. Halbjahr 2006 belief sich der Gewinn auf 4,7 Mio Fr. Meyer Burger gehört damit zwar zu den Nebenwerten, hat sich aber wegen des Solarbooms als attraktive Nische herausgestellt. Während andere Unternehmen wie OC Oerlikon und Komax (erst) einstellige Umsatzanteile im Solargeschäft erzielen, generiert Meyer Burger rund 70% seines Umsatzes in diesem Bereich und kann daher zu Recht als «Pure Player» im Solargeschäft bezeichnet werden.

Führende Anbieterin von Sägen

Das Unternehmen hat sich seit der Gründung im Jahre 1953 auf die Trennung von harten und spröden Materialien spezialisiert und ist heute eine führende Anbieterin von Draht-, Band- und Trennsägen. Diese werden etwa für die Teilung von Siliziumblöcken zur Solarzellenproduktion oder von Wafern verwendet.
Meyer Burger produziert ihre Maschinen in Steffisburg und Thun und beschäftigt weltweit 279 Mitarbeiter. Die Maschinen werden über ein dreistufiges globales Vertriebs- und Servicenetzwerk vertrieben: Meyer Burger hat in China und Japan Tochtergesellschaften. In Deutschland, Italien und auf den Philippinen verfügt das Unternehmen über Servicestützpunkte mit eigenen Mitarbeitern vor Ort. In Taiwan und den USA arbeitet es mit selbstständigen Vertriebs- und Servicepartnern zusammen. In weiteren wichtigen Ländern stützt sich Meyer Burger auf Agenten.
2007 wird für Meyer Burger ein Jahr des Übergangs sein. Helvea-Analyst Volkan Göçmen rechnet damit, dass erst 2008 – nach Restrukturierungen im Produktionsbereich – das erste «normale» Jahr für Meyer Burger sein wird. Sein Preisziel für Meyer Burger liegt bei 75 Fr. mit der Empfehlung «Neutral». Seiner Einschätzung zufolge haben die Titel also kaum noch Aufwärtspotenzial.
Anders sieht das die Bank am Bellevue. Sie hält die Titel jüngsten Angaben zufolge nach wie vor auf «Kaufen», das Kursziel liegt bei 100 Fr. Analyst René Saner sieht die Aktie als «attraktive Investmentalternative in der boomenden Solarindustrie». Die Zürcher Kantonalbank dagegen ist zurückhaltender: Ihre Empfehlung lautet «Marktgewichten», Analyst Stefan Gächter betont, dass nach der fulminanten Kursentwicklung seit dem IPO nun erst mal positive operative Nachrichten gefragt seien.

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