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Meyer-Burger-CEO: Warten auf den Silberstreifen

Peter Pauli, CEO von Meyer Burger, will eine Kapitalaufnahme möglichst weit hinauszögern. (Bild: Keystone)

Meyer Burger geht es schlecht. Trotzdem wehrt sich CEO Peter Pauli gegen Spekulationen um eine geplante Kapitalerhöhung beim Solarunternehmens.

Veröffentlicht am 07.12.2012

Beim Berner Solarzulieferer Meyer Burger steht trotz angespannter Finanzlage keine Kapitalerhöhung im Raum. Das Unternehmen ist durch einen ungenügenden Geschäftsgang mit einem hohen Geldabfluss konfrontiert. «Jetzt geht es darum, durch verschiedenste Massnahmen den Zeitpunkt, ab dem wir neue Mittel benötigen, möglichst weit in die Zukunft zu verschieben», erklärte Konzernchef Peter Pauli im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft»

Er sei zuversichtlich, dass die Mittel bis zum Jahr 2014 reichen, erklärte Konzernchef Peter Pauli weiter. «Eine Kapitalerhöhung steht nicht zur Diskussion». Ohne Restrukturierungsmassnahmen wäre die Gesellschaft allerdings bereits im zweiten Halbjahr 2013 an einem kritischen Punkt angelangt, sagte der CEO.

«Sollte sich die laufende Durststrecke ausweiten, besteht die Gefahr, dass wir zusätzliche Finanzierungsquellen erschliessen müssen», fügt Pauli an. Als wesentlichste Herausforderung im aktuellen Umfeld bezeichnet der CEO denn auch «die genaue Kontrolle der Cashpositionen», es sei aber wichtig, den Blick auf den Markt nicht verlieren.

«Weil ich schon seit einiger Zeit erwarte, dass sich ein Silberstreifen am Horizont abzeichnet, ist es für mich fast unerträglich, dass es noch immer stockdunkel ist», umschreibt Pauli die aktuelle Situation am Solarmarkt. Die Industrie habe ihren Nimbus als attraktives, grünes, politisches Thema verloren, beklagt sich der Meyer Burger-Chef.

(jev/awp)

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