Meyer Burger hat im Geschäftsjahr 2013 wie erwartet einen Umsatzeinbruch und einen deutlichen Verlust erlitten. So betrug der Umsatz mit 202,7 Millionen Franken weniger als ein Drittel des Vorjahreswertes von 645,3 Millionen. Der operative Verlust auf Stufe EBITDA belief sich auf 117,3 Millionen (Vorjahr: -32,9 Millionen) und auf Stufe EBIT auf 196,8 Millionen Franken (Vorjahr: -128,0 Millionen), wie das Unternehmen mitteilt.

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Unter dem Strich resultierte ein Fehlbetrag von 162,8 Millionen Franken. Im Jahr zuvor hatte der Solarindustriezulieferer ein Minus von 110,7 Millionen verbucht. Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Rechnungslegung auf Swiss GAAP FER von IFRS angepasst.

Aktien-Platzierung geplant

Das Unternehmen spricht von einem «sehr schwierigen Marktumfeld» für die Solarindustrie im Berichtsjahr. Die Dynamik bei den Kundenbestellungen habe jedoch insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zugenommen, in welcher ein Wert von 205,2 Millionen Franken erreicht wurde, gegenüber 82,5 Millionen im ersten Semester.

Die seit 2012 laufenden Optimierungs- und Konzentrationsprogramme wurden den Angaben zufolge im Verlauf des Berichtsjahres abgeschlossen.

Um die Bilanz und Liquidität der Gruppe weiter zu stärken habe der Verwaltungsrat beschlossen, 4,8 Millionen Namenaktien der Gesellschaft aus genehmigtem Kapital zu platzieren. Dadurch erhöht sich das Aktienkapital um 5,7 Prozent. Ein Bankensyndikat bestehend aus Credit Suisse und UBS wurde beauftragt, die Aktien im Rahmen eines Accelerated Bookbuilding-Verfahrens als Privatplatzierung in der Schweiz und ausserhalb der Schweiz zu Platzieren. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird dabei ausgeschlossen.

Die Gruppe verfüge mit einer Eigenkapitalquote von rund 52 Prozent und flüssigen Mitteln in Höhe von 173,2 Millionen Franken per 31. Dezember 2013 über ausreichende Finanzkraft, um ihren Technologievorsprung und die Entwicklung der verschiedenen Märkte sicherzustellen, heisst es weiter.

Auch für 2014 rechnet das Meyer Burger-Management mit einem Verlust auf Stufe EBITDA. Eine Rückkehr zu profitablen Ergebnissen auf Stufe EBITDA sei frühestens für 2015 absehbar, heisst es weiter. Das Unternehmen geht von einem weiter steigenden Trend bei der installierten Photovoltaik-Leistung aus. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Management in Bezug auf Umsatz und Ergebnis insbesondere in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

(awp/dbe)