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Meyer Burger gelingt die angestrebte Kapitalerhöhung

Meyer Burger: Anfang Dezember stimmten die Aktionäre für die Kapitalerhöhung. Keystone

Meyer Burger kann aufatmen, die geplante Kapitalerhöhung wird nächste Woche vollzogen. Zuvor hatten Analysten lange am Erfolg gezweifelt. Der Solarzulieferer will mit dem Geld Schulden bezahlen.

Veröffentlicht am 15.12.2016

Der Solarzulieferer Meyer Burger kann seine geplante Kapitalerhöhung durchführen und mindestens 164,5 Millionen Franken einnehmen. Die Aktionäre haben 99,9 Prozent der Bezugsrechte für die neuen Aktien ausgeübt.

Die knapp 600'000 restlichen neu ausgegebenen Namenaktien würden am Markt verkauft, teilte Meyer Burger am Donnerstagabend mit. Insgesamt wurden rund 457 Millionen neue Namenaktien zum Bezug angeboten. Jeder bisherige Aktionär konnte für eine gehaltene Namenaktie fünf neue Aktien für jeweils 0,36 Franken beziehen.

Erfolgreiche Investorensuche

Vollzogen wird die Erhöhung mit der Lieferung der neuen Aktien am kommenden Dienstag. In Analystenkreisen wurde es lange für möglich gehalten, dass nicht alle Bezugsrechte gezeichnet werden. Allerdings haben sich in der Zwischenzeit mehrere Investoren dazu verpflichtet, eine gewisse Zahl Aktien zu übernehmen.

Der Zulieferer für Solarzellenhersteller will sich durch die Ausgabe von neuen Aktien refinanzieren. Das Geld braucht Meyer Burger, um auslaufende Schulden im kommenden Jahr zu bezahlen.

Eine Genehmigung steht noch aus

Gläubiger und Banken hatten zuvor grünes Licht für die Anpassung der Bedingungen der Wandelanleihe und Verlängerung von Kreditverträgen gegeben – unter der Voraussetzung, dass die Kapitalerhöhung zustande kommt. Offen ist einzig noch die Genehmigung der Änderungen der Bedingungen für die Wandelanleihe durch das Obergericht des Kantons Bern.

(sda/jfr/cfr)

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