Der Solarzulieferer Meyer Burger hat im ersten Halbjahr 2013 gemäss vorläufigen Ergebnissen 81,9 Millionen Franken Verlust eingefahren. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda weist ein Minus von 58,6 Millionen Franken aus, wie die in Thun ansässige Firma mitteilte.

Der Umsatz habe sich auf 90,4 Millionen Franken belaufen, erklärte Meyer Burger im Communiqué weiter. Darin informierte das Unternehmen auch über den Gewinn von neuen Aufträgen im Wert von 22 Millionen Franken. Sie stammen von zwei neuen Kunden in Asien. Zum einen handelt es sich um die Bestellung von Diamantdraht-Sägesystemen, zum anderen von Solarmodul-Produktionsmaschinen.

Die beiden Aufträge bestätigten Meyer Burger in der Ansicht, dass eine baldige Erholung am Markt für Photovoltaik-Systeme eintreten werde. Die 22 Millionen Franken nämlich seien das grösste Auftragsvolumen, das die Firma seit Beginn der Solarmarktkrise in der zweiten Jahreshälfte 2011 an Land holen konnte. Man erwarte deshalb ein weiteres Anziehen der Nachfrage nach Solarausrüstung in diesem Jahr.

Dies haben die Thuner auch bitter nötig: Im Jahr 2012 standen ein Verlust von 115,9 Millionen Franken sowie starke Rückgänge bei Umsatz und Aufträgen zu Buche. Die flüssigen Mittel reduzierten sich praktisch um die Hälfte auf 134,5 Millionen Franken. Ende April hatte sich Meyer Burger dann über eine Kapitalerhöhung 151,7 Millionen Franken neues Geld beschafft.

Der detaillierte Halbjahresbericht wird am 15. August veröffentlicht.

(tke/sda)

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