Der Solarkonzern Meyer Burger hat wegen der Solarkrise 2012 einen Verlust von 115,9 Millionen Franken eingefahren. Der Umsatz halbierte sich auf 645,2 Millionen Franken, wie die Firma mitteilte.

Der Hersteller von Spezialsägen für Siliziumblöcke und Maschinen zur Solarpanel-Produktion meldete vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) einen Verlust von 33,2 Millionen Franken. Mit bereits umgesetzten Sparmassnahmen will Meyer Burger die Kosten um 50 bis 60 Millionen Franken gegenüber dem vergangenen Jahr drücken.

Im Vorjahr hatte Meyer Burger noch mit einem Gewinn von 35,8 Millionen Franken abgeschlossen. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung nun eine Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von 150 Millionen Franken. Das Management hatte sich bislang stets gegen eine Verwässerung seiner Firmenanteile gestemmt.

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Personalkosten gestiegen

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 400 Millionen Franken, das meiste davon in der zweiten Jahreshälfte. Die Aufträge sollten dank einer sich abzeichnenden Markterholung deutlich höher ausfallen als 2012.

Ende 2012 betrug der Personalbestand 2186 Vollzeitstellen und damit 22 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Zahl der Temporärstellen reduzierte Meyer Burger von 267 auf 79. Gleichwohl stiegen wegen der Vollkonsolidierung der deutschen Roth & Rau die Personalkosten.

(tno/sda)