Der Umsatz von Roth & Rau ist in den ersten sechs Monaten 2011 um 21,9 Prozent auf 92,82 Millionen Euro zurückgegangen, wie das Unternehmen mitteilte. Der mehrheitlich von Meyer Burger gehaltene deutsche Solarzulieferer litt unter anderem unter an einem Mangel an Aufträgen.

Der Verlust auf operativer Ebene (Ebit) betrug 24,44 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte an dieser Stelle noch ein Gewinn von 6,06 Millionen Euro gestanden. Unter dem Strich betrug das Minus 18,29 Millionen Euro, nach 5 Millonen im Vorjahreszeitraum.

Eine Prognose wagte Firmenchef Dietmar Roth nicht. Technische Probleme bei einer Anlage zur Beschichtung von Solarzellen hätten zwar beseitigt werden können, so dass die verzögerten Projekte in Kürze abgenommen werden könnten. Eine belastbare Prognose könne er aber wegen erheblicher Unsicherheiten über die weitere Marktentwicklung derzeit noch nicht treffen.

Das Unternehmen hatte seine Jahresprognose im Juli ersatzlos gestrichen. Gründe waren wenige neue sowie Stornierungen bei alten Aufträgen. Bis dahin hatten sich die Sachsen einen Umsatz von 300 bis 325 Millionen Euro bei einer operativen Marge von vier bis sieben Prozent vorgenommen.

Die Solarfirma Meyer Burger hat derzeit 82 Prozent der Stimmrechte und will den Rest im freien Markt zukaufen. Letztendlich soll Roth & Rau dann von der Börse genommen und in das Mutterunternehmen mit Sitz in Baar ZG integriert werden.

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(tno/kgh/sda/awp)