Die deutsche Solarfirma Roth & Rau hat nach einem Verlust im ersten Halbjahr die Prognose für 2011 gesenkt. Gründe dafür seien die Verschlechterung des Branchenumfelds sowie Verzögerungen bei aktuellen Projekten, teilte das vor der Übernahme durch Meyer Burger stehende Unternehmen mit.

Einige Kunden hätten Investitionsvorhaben auf den Prüfstand gestellt und vereinbarte Liefertermine verschoben. Im zweiten Quartal 2011 hätten neue Aufträge über rund 29 Millionen Euro Stornierungen in Höhe von 17 Millionen gegenübergestanden, teilte das deutsche Unternehmen mit.

Vor diesem Hintergrund gehe man davon aus, dass im ersten Halbjahr 2011 ein geringerer Konzernumsatz und ein deutlich negatives Ebit erzielt würden. Bisher sei das Unternehmen im Gesamtjahr von einem Konzernumsatz von 300 bis 325 Millionen Euro bei einer Ebit-Marge von vier bis sieben Prozent ausgegangen. Nun könne keine belastbare Prognose für 2011 abgegeben werden.

Verluste am Aktienmarkt

In der Folge droht aus Sicht von Marktbeobachtern auch Meyer Burger ein substanzieller Auftragsrückgang im zweiten Halbjahr. An der Schweizer Börse fiel der Kurs des Schweizer Unternehmens nach der Nachricht und stand gegen 10.45 Uhr bei fast sieben Prozent im Minus.

Roth & Rau gehört bereits mehrheitlich zu Meyer Burger. Zum Vollzug der rund 350 Millionen Euro teuren Übernahme fehlt noch die Zustimmung der chinesischen Kartellbehörden, die ihre Prüfung der Pläne vor einigen Tagen verlängert haben. Meyer-Burger-Chef Peter Pauli erwartet grünes Licht aus der Volksrepublik.

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Meyer Burger will mit dem Zukauf einen Konzern mit 2400 Mitarbeitern und einem Umsatz von über einer Milliarde Euro schmieden.

(tno/laf/sda)