Der Solarzulieferer Meyer Burger und die Mitarbeitervertretung haben sich im Verlauf des Konsultationsverfahrens auf eine Verringerung des geplanten Stellenabbaus geeinigt.

Von den bis zu 90 am Standort Thun durch Abbau oder Verlagerung betroffenen Stellen werden 14 doch in Thun verbleiben, hiess es in einer Medienmitteilung von Angestellte Schweiz vom Dienstag. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte die Einigung gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

Keine Verlagerung nach Deutschland

Damit sei ein Teilerfolg erreicht worden, hiess es im Communiqué weiter. Meyer Burger werde die Forschung & Entwicklung für Non-PV-Drahtsägen nicht wie geplant nach Deutschland verlagern. Zudem werde der bestehende Sozialplan bis zum 31.12.2020 verlängert und punktuell verbessert. Die von der Arbeitnehmerseite im Rahmen des Konsultationsverfahrens eingebrachten Vorschläge zu flexiblen Arbeitszeitmodellen sollen vom Unternehmen «wohlwollend geprüft» werden.

Meyer Burger hatte Mitte Oktober einen Stellenabbau in Thun um rund 90 auf dann 1'000 Stellen angekündigt. Die weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standardprodukte sollen nach Asien verlagert werden. Rund die Hälfte sollten endgültig gestrichen, die andere Hälfte nach Europa und Asien verlagert werden. Weitere Auslagerungs- oder Kooperationspartnermodelle für die Standard-Photovoltaikprodukte würden geprüft.

(awp/tdr)

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